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Pakistan

Früherer Regierungschef Sharif zu sieben Jahren Haft verurteilt

Aktualisiert am 24.12.2018
 - 14:09
Der frühere pakistanische Regierungschef Nawaz Sharif muss wegen Korruption sieben Jahre in Haft.
Nach dem Urteil wegen Korruption wurde Pakistans früherer Premierminister noch im Gerichtssaal festgenommen. Nawaz Sharif stolperte damit über die Veröffentlichung der Panama Papers.

Der frühere pakistanische Premierminister Nawaz Sharif ist am Montag wegen Korruption zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Medienberichten zufolge wurde er noch im Anti-Korruptionsgericht in Islamabad festgenommen und sollte in ein Gefängnis nach Lahore gebracht werden. Vor Gericht kam es zu Ausschreitungen zwischen seinen Anhängern und Sicherheitskräften, die Tränengas einsetzten.

Sharif muss den Medienberichten zufolge zudem eine Geldstrafe von umgerechnet 9,5 Millionen Euro zahlen. Die Verurteilung am Montag erfolgte demnach im Zusammenhang mit Besitztümern der Familie Sharif im Nahen Osten. Eine weitere Anklage sei fallengelassen worden.

Sharif war im Juli bei der Rückkehr aus dem Exil in sein Heimatland wegen Korruptionsvorwürfen festgenommen worden. Der Oberste Gerichtshof hatte ihn ein Jahr zuvor seines Amtes enthoben, im Oktober folgte eine Anklage wegen Korruption. Sharif waren Enthüllungen aus den sogenannten Panama Papers zum Verhängnis geworden. In den 2016 veröffentlichten Unterlagen tauchten die Namen von Prominenten, Politikern und Sportlern auf, die Vermögen vor dem Fiskus versteckt haben sollen.

Die Panama Papers bringen drei Kinder Sharifs mit Steuerhinterziehung und Geldwäsche in Zusammenhang. Über Briefkastenfirmen soll auch Sharif profitiert haben. Kurz vor seiner Rückkehr nach Pakistan war er bereits im Zusammenhang mit Immobilienbesitz in London in Abwesenheit zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Während des Berufungsverfahrens in diesem Fall befand er sich auf freiem Fuß.

Quelle: AFP
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