Impfkampagne

Erster Erfolg für Biden

EIN KOMMENTAR Von Klaus-Dieter Frankenberger
07.04.2021
, 17:52
Das Tempo der Impfkampagne in den Vereinigten Staaten ist beeindruckend. Davon können die Bürger in vielen anderen Ländern nur träumen.

Von dem Tempo der Impfkampagne in den Vereinigten Staaten können die Leute in anderen Ländern nur träumen. Täglich werden Millionen geimpft, vom 19. April an soll jeder Erwachsene überall im Lande berechtigt für eine Impfung gegen das Coronavirus sein. Amerikas Wirtschaft dürfte damit schneller als erwartet wieder voll in die Gänge kommen: Die Wachstumsaussichten werden immer rosiger.

Für die neue Regierung Biden ist das ein erster Erfolg, selbst wenn einige Voraussetzungen für die beeindruckende Impfkampagne von der Vorgängerregierung geschaffen worden sind. Das Land, das noch immer die meisten Coronaopfer zu beklagen hat, ist noch nicht über den Berg, aber es ist auf einem guten Weg. Vor einem Jahr herrschte Düsternis.

Die „Europäer“ hinken deutlich hinterher

Vor einem Jahr waren auch im Vereinigten Königreich die Zustände schlimm, war das Regierungshandeln schlecht. Jetzt wird der Optimismus von Tag zu Tag größer. Die „Europäer“ dagegen hinken deutlich hinterher.

Noch viel schlechter steht Brasilien da. Dort ist die Lage, was Neuinfektionen, Todesraten und medizinische Versorgung anbelangt, mittlerweile dramatisch. Sie wird sogar zu einer Gefahr für die globalen Bemühungen, Covid-19 einzudämmen. Präsident Bolsonaro will oder kann nicht begreifen, wie ernst es ist. Vielleicht sollte er mit trauenden Angehörigen der Toten reden oder mit dem erschöpften Personal in den Krankenhäusern. Er würde womöglich etwas über Versagen und Verantwortungslosigkeit zu hören bekommen.

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Frankenberger, Klaus-Dieter
Klaus-Dieter Frankenberger
Redakteur in der Politik.
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