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FAZ plus ArtikelBundeskabinett

Verjüngung gleich Erneuerung?

Von Jasper von Altenbockum
Aktualisiert am 13.01.2020
 - 12:03
Das Bundeskabinett, hier eine Aufnahme vom 10. April 2018 in Meseberg, hatte zu Anfang der Wahlperiode ein Durchschnittsalter von 51,2. Heute: 53,2.
Waren Politiker früher älter? Müssen sie jünger werden, damit es „dynamischer“ zugeht? Das Alter der Bundeskabinette ist seit 1949 jedenfalls erstaunlich konstant geblieben.

Zwar hat Markus Söder seinen Anstoß, im Bundeskabinett für Abwechslung zu sorgen, auch mit fachlichen Hinweisen begründet: Mehr Innovation sei nötig und eine „Hightech-Agenda“ – das zielte auf das Wirtschafts- und auf das Forschungsressort, auf Peter Altmaier und Anja Karliczek. Im Mittelpunkt stand aber seine Bemerkung: „Eine Verjüngung bedeutet personelle und inhaltliche Erneuerung.“

Ist das Kabinett aber wirklich zu alt? Ist es älter als frühere Kabinette? Vor allem aber: Warum wird in der Politik immer wieder eine Verjüngung gefordert? Wäre es nicht sinnvoller, dass die Repräsentanten der Gesellschaft älter werden, wenn auch die Repräsentierten immer älter sind? Der Trend geht aber in die andere Richtung: Je älter die Gesellschaft, desto jünger sollen Politiker sein. Ist das ein gutes oder – längeres Arbeiten ist ein Dauerbrenner in der Rentenpolitik – ein schlechtes Vorbild?

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Altenbockum, Jasper von (kum.)
Jasper von Altenbockum
Verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik.
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