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FAZ plus ArtikelKinderrechte im Grundgesetz

Mehr Rechte für den Staat, weniger für die Eltern?

EIN KOMMENTAR Von Reinhard Müller
Aktualisiert am 23.11.2019
 - 09:18
Mit den Bestrebungen des Bundesjustizministeriums für explizite Kinderrechte besteht die Gefahr der Bevormundung der Eltern.
Das Bundesjustizministerium will Kinderrechte sichtbar in den Mittelpunkt staatlichen Handelns rücken. Doch eine Änderung des Grundgesetzes darf nicht zur Bevormundung der Eltern führen.

Die Deutschen haben nichts gegen die Ausbeutung von Kindern – solange das nicht stört. Viele Produkte, selbst hochwertige, könnten hierzulande nicht zu ihren gegenwärtigen Preisen angeboten werden, wenn sie nicht durch teils menschenunwürdige Arbeit von Kindern hergestellt worden wären.

Deren Schutz hat sich die UN-Kinderrechtskonvention verschrieben, die vor dreißig Jahren von der UN-Vollversammlung angenommen wurde. Sage und schreibe alle Länder dieser Erde – mit Ausnahme der Vereinigten Staaten – sind diesem Abkommen mittlerweile beigetreten. Sie verpflichten sich bei allen Maßnahmen, das Wohl des Kindes vorrangig zu berücksichtigen und bestimmte Standards einzuhalten. Dass die Vorstellungen von den Rechten eines Kindes weltweit ziemlich auseinandergehen, dass Kinder auch durch ihre Arbeit ganze Familien ernähren, ist nicht unbedingt Beleg für die Zahnlosigkeit der Konvention; es zeigt aber, wie unterschiedlich die Vorstellungen von Würde und Wohl des Kindes sind.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Müller, Reinhard
Reinhard Müller
Verantwortlicher Redakteur für „Zeitgeschehen“ und F.A.Z. Einspruch, zuständig für „Staat und Recht“.
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