Stimmen zur Wahl

„Rot-Grün ist beendet“

18.09.2005
, 23:08
O-Ton Franz Müntefering
Von „Sie hat den Auftrag zur Regierungsauftrag erhalten“ bis „Das Land will Gerhard Schröder als Bundeskanzler haben“: FAZ.NET dokumentiert Zitate von Spitzenpolitikern nach der Bundestagswahl.
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FAZ.NET dokumentiert Zitate von Spitzenpolitikern nach der Bundestagswahl.

SPD

Gerhard Schröder, Bundeskanzler: „Ich fühle mich bestätigt, daß es auch in den kommenden vier Jahren eine stabile Regierung unter meiner Führung geben wird.“

„Ich glaube an eine große Koalition unter meiner Führung.“

Schröder: Siegerpose nach Stimmenverlusten
Schröder: Siegerpose nach Stimmenverlusten Bild: AP

„Diejenigen, die einen Wechsel im Amt des Bundeskanzlers erstreben wollten, sind grandios gescheitert.“

„Ich bin stolz auf eine demokratische Kultur, die bewiesen hat, daß Medienmacht und Medienmanipulation das demokratische Bewußtsein nicht erschüttern.“

Franz Müntefering, Parteivorsitzender: „Dieses Land will Gerhard Schröder als Bundeskanzler haben.“

„Eines ist eindeutig klar: Es wird eine Form der Zusammenarbeit, wie eine Koalition oder eine Duldung mit der PDS, nicht geben.“

„Das Ergebnis von CDU/CSU, das sich andeutet, ist eine persönliche Niederlage für Frau Merkel. Frau Merkel hat die CDU in die Westerwelle-Ecke geführt, da haben einige sich für das Original entschieden. Die Menschen haben Vertrauen zu Gerhard Schröder, sie haben kein Vertrauen zu Frau Merkel. Dieser Vergleich gilt auch für die Inhalte.“

Wolfgang Clement, Wirtschaftsminister: „Der Bundeskanzler hat eindeutig bewiesen, daß die Menschen auf ihn setzen.“

Klaus Wowereit, Berlins Regierender Bürgermeister: „Mit der Linkspartei gibt es keine Koalitionsmöglichkeit.“

Matthias Platzeck, Ministerpräsident in Brandenburg, zu Rot-Rot-Grün: „Mit der Linkspartei wird es nichts geben!“

Martin Schulz, Vorsitzender der Sozialdemokraten im EU-Parlament: „Die Menschen wollen Gerhard Schröder als Kanzler. Die SPD sollte eine stabile Regierung mit den Grünen und den Liberalen bilden.“

Kurt Beck, Ministerpräsident in Rheinland-Pfalz: „Demokraten und Demokratinnen dürfen nicht ausschließen, miteinander zu koalieren, auch wenn die Schnittmengen erst ausgelotet werden müssen. Das gilt für alle - mit Ausnahme der PDS.“

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CDU/CSU

Angela Merkel, Kanzlerkandidatin: „Ich bin entschlossen, den Auftrag als stärkste Fraktion umzusetzen in Regierungsverantwortung, in dem die Union den Bundeskanzler oder in meinem Fall die Bundeskanzlerin stellt.“

„Ich werde schon Wege finden, mit den Sozialdemokraten zu sprechen.“

„Die Wähler haben uns eine nicht einfache Situation gegeben.“

Zu Gesprächen auch mit Grünen: „Mit allen demokratischen Parteien heißt: mit allen demokratischen Parteien. Wir werden dann sehen, welche Optionen sich ergeben.“

„Rot-Grün ist beendet mit diesem Tag.“

„CDU und CSU sind die stärkste Kraft. Die Union hat damit einen klaren Auftrag, eine Regierung zu bilden.“

Zur Regierungsbildung: „Jetzt gehen wir das mal ganz ruhig und gelassen an.“

Edmund Stoiber, CSU-Vorsitzender: „Entscheidend ist für uns heute, daß wir stärkste Fraktion geworden sind.“

„Ich komme nach Berlin, wenn die Konstellationen stimmen.“

„Insgesamt haben wir einen ganz klaren Regierungsauftrag.“

„Natürlich kann man eine große Koaltion auf Grund des Wahlergebnis nicht ausschließen, aber man muß mit allen reden.“

Michael Glos, CSU-Landesgruppenchef: „Wir werden jetzt sondieren. CDU und CSU haben einen Regierungsauftrag erhalten, und jetzt werden wir sehen, mit wem wir den verwirklichen.“

Markus Söder, CSU-Generalsekretär: „Gerhard Schröder ist abgewählt. Rot-Grün ist Geschichte.“

Roland Koch, Ministerpräsident in Hessen: „Es wäre eine ziemlich blödsinnige Verhaltensweise, jetzt im nachhinein das Ergebnis auf Personen zuzuteilen. Wir haben einen gemeinsamen Wahlkampf gemacht.“

Günther Oettinger, Ministerpräsident in Baden-Württemberg: „Angela Merkel war unsere erste Frau. Aber sie war bei uns im Team. Deshalb gibt es keine Personaldebatte.“

Hans-Gert Pöttering, Vorsitzender der Christdemokraten im EU-Parlament: „Rot-Grün-Gelb wäre Selbstmord für die FDP. Ich könnte mir vorstellen, daß am Ende eine große Koalition steht.“

FDP

Guido Westerwelle, FDP-Vorsitzender: „Für eine Ampel und andere Hampeleien stehen wir nicht zur Verfügung.“

„Die Freien Demokraten, sind angetreten, um Rot-Grün abzulösen. Wir werden jetzt nicht nach der Wahl einen Beitrag dazu leisten, daß Rot-Grün im Amt bleiben kann.“

Dirk Niebel, Generalsekretär: „Die FDP hat das beste Wahlergebnis seit der Wiedervereinigung. Wir haben ganz klar gesagt, wir gehen in eine schwarz-gelbe Regierung oder werden Oppositionsführer im Bundestag. Die Ampel ist keine Möglichkeit.“

Rainer Brüderle, stellvertretender Parteivorsitzender: „Einer großen Koalition gebe ich maximal zwei Jahre.“

Grüne

Krista Sager, Fraktionsvorsitzende, zur Frage, ob die Grünen in der Opposition bleiben: „Darauf sind wir eingestellt.“

Joschka Fischer, Außenminister, zur Regierungsbildung: „Jetzt sind die Großen am Zug, nicht wir.“

Reinhard Bütikofer, Parteivorsitzender: „Wir haben ein sehr gutes Ergebnis verteidigen können.“

Zu einer möglichen Ampel-Koalition: „Zunächst mal ist Frau Merkel gefragt. Sie hat gesagt, sie will mit allen reden. Das warte ich jetzt erst mal ab.“

„Wir haben immer gesagt: Für uns ist Opposition auch eine Option, also stellen wir uns darauf ein.“

Katrin Göring-Eckardt, Fraktionsvorsitzende: „Wir stellen uns auf Opposition ein.“

Linkspartei

Klaus Ernst, Spitzenkandidat in Bayern: „Wir bleiben bei unserer Position: Wir werden im Bundestag in der Opposition sein.“

Oskar Lafontaine, Spitzenkandidat in Nordrhein-Westfalen: „Schwarz-Gelb hat keine Mehrheit, nur weil wir angetreten sind.“

„Das Volk lehnt die Politik des Sozialabbaus ab.“

Gregor Gysi, Spitzenkandidat in Berlin: „Was sich heute verändert hat, noch vor allem anderen, ist, daß wir seit Anfang der 50er Jahre erstmalig eine ernstzunehmende Linkskraft gewählt bekommen haben, auch in den alten Ländern.“

„Ich glaube, Deutschland verändert sich ab heute.“

Lothar Bisky, Parteivorsitzender, zum Einzug in den Bundestag: „Ich hoffe, daß keine neue Flutwelle ausgelöst worden ist. Es war ein großer Stein, der vom Herzen gefallen ist.“

Quelle: FAZ.NET
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