FAZ plus ArtikelOmikron-Mutation B.1.1.529

Im Variantenschock

EIN KOMMENTAR Von Joachim Müller-Jung
27.11.2021
, 16:12
Intensivpfleger versorgen einen schwer an Covid-19 erkrankten Patienten im Universitätsklinikum in Halle/Saale.
Die Delta-Variante macht gerade Europa den Winter zur Hölle. Aber all das könnte von einer neuen drohenden Viruswelle in den Schatten gestellt werden.
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So erschüttert und zugleich unschlüssig wie zum Ende dieser Woche hat man die Corona-Fachleute in dieser Pandemie noch nicht erlebt. Der Grund ist die SARS-CoV-2-Variante B.1.1.529, die vor Kurzem in Botswana und Südafrika entdeckt worden ist und die finstere Ahnungen weckt.

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Nicht, dass die Virologen solche Funde nicht schon früher gemacht hätten. Es gibt inzwischen Hunderte sorgfältig sequenzierte und katalogisierte Virusvarianten. Viele davon wurden wie auch der neue Erreger von der Weltgesundheitsorganisation daraufhin abgeklopft, ob und wie sie dem Menschen noch gefährlicher werden könnten als die ohnehin schon kursierenden Virustypen. So konnte man quasi in Echtzeit einen epidemiologischen Horrortrip, den weltweiten Siegeszug der Delta-Variante, verfolgen. Die macht gerade Europa den Winter zur Hölle. Aber all das, so fürchten nun jene Wissenschaftler, die mutierte Erreger beobachten, könnte von einer neuen drohenden Viruswelle in den Schatten gestellt werden.

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Quelle: F.A.S.
Joachim Müller-Jung- Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Joachim Müller-Jung
Redakteur im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.
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