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Trump-Kommentar

Angst essen Mitarbeiter auf

Von Oliver Kühn
 - 20:29

Seine Nutzung der sozialen Medien sei nicht „präsidentiell, sondern modern präsidentiell“ hat Donald Trump einmal auf Twitter verkündet. Doch die Entgleisung, die sich der amerikanische Präsident nun als Antwort auf die ersten Auszüge des Buches von James Comey geleistet hat, ist nichts dergleichen, sondern einfach nur abstoßend.

Mit der Bezeichnung des früheren FBI-Chefs als „schwachen und unaufrichtigen Schleimbeutel“ hat er das an Tiefpunkten nicht arme Niveau seiner Twitter-Verlautbarungen abermals unterboten. Comey bezeichnet ihn in seinem Werk „A Higher Loyalty“ zwar als notorischen Lügner, der nur von seinem Ego getrieben sei. Doch das ist geradezu zurückhaltend im Vergleich zu Trumps jüngstem Troll-Gebaren.

Bislang beschränkte Trump sich in der Diffamierung vermeintlicher Gegner meist darauf, diese mit herabwürdigenden Spitznamen zu bedenken – zum Beispiel „lyin´ Ted“ für Ted Cruz, „little Marco“ für Marco Rubio, „little Rocket Man“ für Kim Jong-un – und auch die Bezeichnungen „liar“ und „leaker“ liegen ihm nicht fern. Aber so bittere Hasstiraden wie die gegen Comey hat er bislang nicht von sich gegeben.

Fast scheint er Comeys Einschätzung, Trump sei wie ein Mafia-Boss, der die Welt nach einem simplen Freund-Feind-Schema beurteilt, mit seinen Einlassungen bestätigen zu wollen. Sein Tweet gegen den geschassten FBI-Chef zeigt sowohl die ganze Böswilligkeit dieses Präsidenten, als auch die Feigheit seines Mitarbeiterstabes, der solche Ausfälle zulässt, und der Schar von Claqueuren, die Trump wieder einmal bestätigen wird.

Quelle: FAZ.NET
Oliver Kühn
Redakteur in der Politik.
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