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FAZ plus ArtikelTrump und Mueller-Bericht

Amerikas wahre Helden

EIN KOMMENTAR Von Thomas Gutschker
 - 08:55

Die Ermittlungen von Robert S. Mueller haben den Blick in menschliche Abgründe freigegeben. Da sind Menschen wie der frühere Drei-Sterne-General Flynn, Trumps erster Sicherheitsberater, der nicht erkennen konnte oder wollte, wie Moskau ihn um den Finger wickelte. Oder Paul Manafort, Trumps Wahlkampfmanager, der immer nur seinen geldwerten Vorteil suchte und das Wahlkampfprogramm der Republikaner im Sinne seiner russischen Auftraggeber umschrieb. Oder Donald Trump junior, der Präsidentensohn, der das Angebot schmutziger Details über Hillary Clinton mit „I love it“ quittierte. Und, last but not least, ist da Donald Trump senior, dem Mueller zwar keine Zusammenarbeit mit Russland nachwies, wohl aber Verhaltensweisen, die den Rechtsstaat bedrohen.

Über all diese Menschen ist in den vergangenen Wochen und Monaten viel berichtet worden. Manafort verbringt die nächsten Jahre im Gefängnis, Flynn darf auf ein milderes Urteil hoffen, weil er voll mit Mueller kooperierte. Trump sitzt immer noch im Weißen Haus – über ihn müssen die Wähler 2020 richten. Der Sonderermittler hat dafür viel Material bereitgestellt, es lässt sich schwerlich als Fake News abtun. Wie nebenbei leistet sein Bericht aber noch etwas, das bisher fehlte: Er holt die Helden ans Licht, die es im Weißen Haus und in der Regierung auch gab. Menschen, die ihr Kreuz durchdrückten, wenn es am schwersten war: wenn der mächtigste Mann der Welt vor ihnen stand und von ihnen verlangte, zu lügen, zu täuschen, das Gesetz zu brechen.

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Quelle: F.A.S.
Thomas Gutschker
Redakteur im Ressort Politik in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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