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Entlang der Südgrenze

Amerikanische Behörden orten Migranten über Handy-Apps

 - 17:39
Das Heimatschutzministerium bestätigte den Ankauf und den Zugriff auf die Daten. (Symbolbild)

Amerikanische Behörden setzen kommerzielle Datenbanken ein, um über Apps von Millionen Mobiltelefonen die Standorte von Migranten entlang der Südgrenze ausfindig zu machen. Das berichtet das „Wall Street Journal“ am Freitag auf Grundlage einer exklusiven Recherche.

Demnach nutzen das Heimatschutzministerium und die Einwanderungs- und Zollbehörde die Daten von Handy-Apps für Spiele, E-Commerce oder Wetternachrichten. Diese gäben auch die Standorte von Migranten an, die sich ohne gültige Papiere in den Vereinigten Staaten aufhalten, schreibt die Zeitung. Mithilfe dieser Datenbanken ließen sich auch illegale Einwanderer in Wüstengebieten entlang der mexikanischen Grenze orten. Laut dem „Wall Street Journal“ kauften Regierungsbehörden schon 2018 Lizenzen von einer Privatfirma in Virginia.

Das Heimatschutzministerium bestätigte den Ankauf und den Zugriff auf die Daten. 2018 hatte das Oberste Verfassungsgericht ein Grundsatzurteil gefällt, in dem Standortdaten von Mobiltelefonen in den Vereinigten Staaten besonders zu schützen sind, da sie viele Informationen über die Bürger preisgeben. Das Gericht schränkte die Möglichkeiten der Strafverfolgungsbehörden ein. Ohne gerichtliche Anordnung dürfen seitdem keine Daten direkt von Mobilfunkfirmen zur Verfügung gestellt werden.

Quelle: KNA
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