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FAZ plus ArtikelThank you, Mr. President!

Warum sich Europa bei Trump bedanken sollte

Von Eckhard Lübkemeier
Aktualisiert am 09.10.2019
 - 11:08
Der amerikanische Präsident Donald Trump im August diesen Jahres
Amerika verändert sich, der alte Westen ist tot. Europa muss strategisch autonom werden – und dem Präsidenten für dessen Art dankbar sein. Ein Gastbeitrag.

Präsident Trump wütet wie ein „Abbruchunternehmer“, so beschrieb ihn ein angesehenes britisches Magazin. Das „andere“ Amerika könnte seine Wiederwahl im Jahr 2020 verhindern. Es gilt, sich auf beide Eventualitäten einzustellen, ein Verbleib Trumps im Weißen Haus wie auch seine Abwahl. Dafür sind Lehren zu beherzigen, die Trumps Präsidentschaft bereithält.

Die Vereinigten Staaten werden nie mehr so sein wie vor Trump: Der Nährboden seiner Wahl und – trotz Ukraine-Affäre und drohendem Impeachment – möglichen Wiederwahl ist ein polarisiertes und demoralisiertes Land mit einer erbitterten politischen Konfrontation. Das muss nicht so bleiben. Die amerikanischen Kräfte zur Wiederbesinnung auf Optimismus und Pragmatismus sollten nicht unterschätzt werden. Aber die Vereinigten Staaten verändern sich: der Anteil der Bevölkerung mit europäischem Migrationshintergrund schrumpft, weltpolitisch richten sie sich auf den Rivalen China aus. Washington erwartet zunehmend, dass Europa reich und reif genug sein sollte, für sich selbst zu sorgen.

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