FAZ plus ArtikelInterview zur Klimakonferenz

„Was vorgelegt wurde, ist durchaus ambitioniert“

Von Andreas Nefzger
12.11.2021
, 07:21
Erfahrener Verhandler: Staatssekretär Flasbarth im Juli in Berlin
Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth verhandelt bei der Klimakonferenz für Deutschland. Im Interview erklärt er, warum er mit einem Erfolg rechnet, wieso die Industriestaaten mehr tun müssen und warum Obama nicht immer Recht hat.
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Herr Flasbarth, der frühere US-Präsident Obama hat sich auf der Klimakonferenz entmutigt vom Tempo der Staaten beim Kampf gegen den Klimawandel gezeigt und umso mehr die Aktivisten gelobt. Ist Klimadiplomatie zu zäh?

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Natürlich ist die Klimadiplomatie zäh, und das weiß auch Barack Obama. Ich habe da eine andere Herangehensweise. Ohne Frage finde ich es wichtig, dass die Jugend­bewegung die Politik unter Druck setzt, und das hat ja Erfolg gezeigt. Ich finde aber auch, dass Politiker nicht einfach alles nachreden und jetzt sagen müssen, was in Glasgow passiert, ist alles nur Blablabla. Das ist nämlich falsch. Ich erwarte von der Jugendbewegung, dass sie den Mut hat, etwas zu differenzieren und zu gucken: Wo gibt es Bewegung, und wo sind Leute, die sich sperren? Auf die muss man dann mit dem Finger zeigen.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Nefzger, Andreas
Andreas Nefzger
Redakteur in der Politik.
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