Schlussspurt im Wahlkampf

Umfrage: Obama baut Vorsprung in Ohio aus

05.11.2012
, 06:05
Barack Obama am Sonntag in Aurora (Colorado).
Das Rennen ums Weiße Haus wird sich in den Swing States wie Ohio entscheiden. Laut einer aktuellen Umfrage führt Obama dort mit einer Zustimmung von 48 Prozent. Sein republikanischer Rivale Mitt Romney erhielt 44 Prozent.
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Zwei Tage vor der amerikanischen Präsidentenwahl baut Amtsinhaber Barack Obama seinen Umfrage-Vorsprung in einem Schlüsselstaat aus. Laut einer am Sonntag veröffentlichten Erhebung von Reuters/ipsos führt der Demokrat in Ohio mit einer Zustimmung von 48 Prozent. Sein republikanischer Rivale Mitt Romney erhielt 44 Prozent. In der Umfrage vom Vortag hatte der Präsident lediglich mit einem Prozentpunkt vorne gelegen. Ohio gilt wegen seiner 18 zu vergebenden Wahlmänner-Stimmen als entscheidend für einen Gesamtsieg.

In Virginia, Colorado und Florida, wo ebenfalls über den Sieg entschieden werden dürfte, lagen beide Kandidaten nahezu gleichauf. „Das wird eine Zentimeter-Entscheidung“, prognostizierte Ipsos-Meinungsforscherin Julia Clark. Derzeit sehe es aber nach leichten Vorteilen für Obama aus.

Bild: dpa

Gewählt wird am kommenden Dienstag. In den Vereinigten Staaten wird das Staatsoberhaupt nicht direkt vom Volk bestimmt, sondern über eine Gruppe von Wahlmännern, dem „electoral college“. Die Gesamtzahl der Wahlmänner beträgt 538. Für einen Sieg benötigt ein Kandidat 270 dieser Stimmen.

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Knappe Wahlergebnisse in den so genannten Swing States, die von Wahl zu Wahl zwischen den Parteien pendeln, können zu erheblichen Verzögerungen führen. So müssen in Florida und Colorado Stimmen nachgezählt werden, wenn der Unterschied zwischen den beiden Kandidaten 0,5 Prozent oder weniger beträgt. In Ohio muss der Abstand dagegen nur bei 0,25 Prozent liegen - was eine Differenz von weniger als 20 000 Stimmen sein könnte.

Seit Oktober haben sich die Umfrageergebnisse von  Obama und Romney dramatisch aufeinander zu bewegt. Aktuell liegen Amtsinhaber und Herausforderer nahezu gleichauf.
Seit Oktober haben sich die Umfrageergebnisse von Obama und Romney dramatisch aufeinander zu bewegt. Aktuell liegen Amtsinhaber und Herausforderer nahezu gleichauf. Bild: dpa

Weitere Verzögerungen könnte es durch Einsprüche und Klagen geben. Beide Lager haben Dutzende Anwälte bereitstehen, die derartige Schritte prüfen. Ein solches Szenario erweckt Erinnerungen an die Präsidentenwahl im Jahr 2000: Damals lösten Unklarheiten bei der Zählung in Florida einen Wahlkrimi aus. Erst 35 Tage nach dem Urnengang herrschte Klarheit: Der oberste Gerichtshof musste entscheiden - und kürte George W. Bush zum Sieger vor dem Demokraten Al Gore.

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Sorgen bereiten auch die provisorischen Wahlzettel in Ohio. Solche Stimmzettel erhalten Wähler, deren Name zum Beispiel nicht auf Registrierungslisten steht. In Ohio machen die „provisorischen“ Wähler etwa 2,5 Prozent der registrierten Wähler aus. Binnen zehn Tagen müssen die Wähler ihre Adresse oder andere Daten nachweisen. Die Auszählung der provisorischen Wahlzettel soll erst am 17. November beginnen.

Quelle: FAZ.net, mit Material von Reuters, dpa-AFX
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