FAZ plus ArtikelNach Sturm auf das Kapitol

Trump droht schon wieder

Von Frauke Steffens, New York
Aktualisiert am 13.01.2021
 - 09:25
Besucht noch einmal sein Prestigeprojekt: Donald Trump am Dienstag in Alamo an einem Abschnitt der Grenzmauer zu Mexiko
In einem ungewöhnlichen Schritt macht das amerikanische Militär klar, dass es auf dem Boden der Verfassung steht. Während sich weitere Republikaner offen für ein Impeachment zeigen, warnt der abgewählte Präsident in Texas vor der „Wut“ seiner Anhänger.

Als wäre es ein Wahlkampfauftritt: Seine Rede im texanischen Alamo schloss Donald Trump am Dienstag wie üblich mit „Gott segne Amerika“, dann machte er eine kurze Boxbewegung mit der Faust, und als er die Bühne verließ, ertönte das Lied „YMCA“ von den Village People. Warum Trump bei seinen Auftritten so gern eine Hymne der LGBTQ-Bewegung spielen lässt, wird wohl sein Geheimnis bleiben. Diesmal tanzte er zumindest nicht dazu.

Während die Demokraten in Washington weiter das Impeachment-Verfahren gegen ihn vorbereiteten, gab sich Trump demonstrativ uneinsichtig. Vor seinem Abflug nach Alamo sagte er zu Journalisten, seine Rede vor Tausenden Anhängern am vergangenen Mittwoch sei „vollkommen angemessen“ gewesen. Trump hatte kurz vor dem Angriff auf das Kapitol zum Kampf gegen das Wahlergebnis und zur „Rettung“ des Landes aufgerufen, die nicht mit „Schwäche“ zu erreichen sei. Sodann hatte er der Menge, in der sich Neonazis, religiöse Fanatiker und militante Rassisten befanden, signalisiert, man werde nunmehr zum Kapitol aufbrechen. Einen „Sturm“ auf das Parlament hatten Zigtausende on- und offline vorher wochenlang geplant.

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