FAZ plus ArtikelTransatlantische Beziehungen

Auch mit Biden wird es Deutschland schwer haben

Von Justus Bender und Morten Freidel
20.11.2020
, 09:50
Auf die Erleichterung über den Wahlsieg Bidens könnte bald Ernüchterung folgen. Der neue Präsident wird im Ton freundlich sein – aber in der Sache ähnliche Interessen vertreten wie Donald Trump.

Im März hat Joe Biden einen Artikel in einer Fachzeitschrift geschrieben, in dem stand, welche Außenpolitik er machen will. „Als Präsident werde ich keine neuen Handelsabkommen eingehen, bevor wir nicht in Amerikaner investiert haben und sie befähigt haben, in der globalen Wirtschaft erfolgreich zu sein“, schrieb Biden. Er sagte nicht: America First! Er sagte: Erst mal in Amerikaner investieren.

Im Oktober hielt die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer eine Rede, in der sie sagte, welche Außenpolitik sie machen will. „Es sollte keine abwegige Idee sein, zwischen der Europäischen Union und den USA ein Abkommen zu verhandeln, das alle Zölle und Handelshemmnisse zwischen den transatlantischen Partnern vollständig abbaut.“ Die CDU will also etwas, das Biden kategorisch ausgeschlossen hat, wenn nicht sehr vage, schwer erreichbare Bedingungen erfüllt sind.

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