FAZ plus ArtikelGrüne im Gegenwind

Baerbock kann ihre Enttäuschung nicht verhehlen

Von Helene Bubrowski, Berlin
06.06.2021
, 20:23
Hatte sich mehr erhofft: Annalena Baerbock kommentiert am Sonntagabend in Berlin das Wahlergebnis von Sachsen-Anhalt.
Wäre ihr Traum vom zweistelligen Grünen-Ergebnis in Sachsen-Anhalt wahr geworden, dann hätte die Kanzlerkandidatin anderes Ungemach vergessen machen können. Es kam anders.
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Eins war für die Grünen am Sonntag schon um kurz nach 18 Uhr klar: „Die Ausgangslage bei der Bundestagswahl ist eine ganz andere als in Sachsen-Anhalt“, sagt die Parteivorsitzende Annalena Baerbock. Und eine Erklärung für das ernüchternde Ergebnis hat sie auch schon parat: Um zu verhindern, dass die AfD stärkste Kraft werde, hätten viele Wähler die Partei des Ministerpräsidenten Reiner Haseloff (CDU) unterstützt. Dieses Phänomen habe man in anderen ostdeutschen Ländern auch schon beobachtet.

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Doch Baerbock kann ihre Enttäuschung nicht verhehlen: „Wir haben uns mehr erhofft“. Die Grünen hätten in Sachsen-Anhalt gern ein zweistelliges Ergebnis eingefahren. Zwischenzeitlich sah es in einigen Umfragen so aus, als könnte das klappen. Doch nun stehen sie nur ein bisschen besser da als im Jahr 2016, als sie mit 5,2 Prozent gerade so in den Landtag eingezogen waren. Für die Grünen bleibt der Osten ein schwieriges Pflaster.

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Helene Bubrowski - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Helene Bubrowski
Politische Korrespondentin in Berlin.
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