FAZ plus ArtikelWahlanalyse Sachsen-Anhalt

Haseloff verdankt seinen Sieg den Rentnern und Frauen

Von Timo Steppat und Oliver Schlömer (Grafiken)
07.06.2021
, 07:04
Die CDU profitiert in Sachsen-Anhalt von der Angst vor der AfD. Deren Wähler betrachten sich mehrheitlich als abgehängt und stimmen inzwischen mehr aus Überzeugung denn aus Protest für die Partei.

Die AfD hat sich eine feste Anhängerschaft aufgebaut. Vor fünf Jahren gewann sie in Sachsen-Anhalt mehr als 100.000 Stimmen ehemaliger Nichtwähler. In einem Land, in dem 2006 nicht mal jeder Zweite abstimmte, stieg die Wahlbeteiligung auf über 60 Prozent. Auch bei dieser Landtagswahl ist sie ähnlich hoch. Die AfD verliert zwar Stimmen an die CDU, büßt knapp drei Prozentpunkte ein, bindet aber weiterhin jeden fünften Wähler an sich.

Der AfD-Verband, der inzwischen vom Verfassungsschutz beobachtet wird und im Landtag wenig durch konstruktive Politik auffiel, hat seine Anhänger offenbar nicht enttäuscht. Nur sehr wenige seiner Wähler von 2016 blieben diesmal zu Hause. Waren es vor fünf Jahren noch vor allem Protestwähler, gibt inzwischen die Hälfte an, die Partei aus Überzeugung zu wählen.

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Autorenporträt / Steppat, Timo
Timo Steppat
Redakteur in der Politik.
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