Auswärtiges Amt

Reisen nach Asien trotz Vogelgrippe unbedenklich

03.02.2004
, 20:00
Trotz der grassierenden Vogelgrippe hält das Auswärtige Amt Reisen in die betroffenen asiatischen Länder aus medizinischer Sicht derzeit für unbedenklich. Ein Merkblatt des AA wird ständig aktualisiert und ist im Internet abrufbar.
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Trotz der grassierenden Vogelgrippe hält das Auswärtige Amt (AA) Reisen in die betroffenen asiatischen Länder aus medizinischer Sicht derzeit für unbedenklich. Die Empfehlungen des AA stünden im Einklang mit denen des Robert Koch-Instituts und der Weltgesundheitsorganisation (WHO), sagte ein AA-Sprecher am Dienstag in Berlin. Ein entsprechendes Merkblatt des AA zur Vogelgrippe werde laufend aktualisiert.

Im jüngsten Hinweis heißt es, eine Übertragung vom Tier auf den Menschen sei „selten, aber bei engem Kontakt zu infizierten Tieren möglich“. Letzte Entwicklungen der Vogelgrippenepidemie in Asien ließen zudem „die Vermutung auf eine Übertragung von Mensch zu Mensch in Einzelfällen“ zu. Die wichtigste Vorbeugemaßnahme sei das Meiden von Geflügel und erkrankten Tieren in den betroffenen Ländern, heißt es weiter. Auf den Besuch von Vogel- oder Geflügelmärkten solle verzichtet werden. Nach bisherigen Erkenntnissen sei der Verzehr von gegartem Geflügelfleisch und gekochten Eiern unbedenklich.

Geld zurück nur nach Reisewarnung

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Diese Empfehlungen sind so genannte Sicherheitshinweise. Sie sind eine Vorstufe zu den schärferen so genannten Reisewarnungen, mit denen das Auswärtige Amt ausdrücklich vor Reisen in ein bestimmtes Land warnt. Die Reisewarnung ist die schärfste Form eines Reisehinweises für ein Land und wird eher selten ausgesprochen. Gründe können unter anderem die mangelnde innere Stabilität eines Landes oder die Gefährdung deutscher Staatsangehöriger sein. Zurzeit gelten Reisewarnungen etwa für Irak, Afghanistan, Liberia oder Somalia.

Bei Krankheiten oder Seuchen werden Reisewarnungen üblicherweise nicht ausgesprochen. Das Auswärtige Amt hält sich dabei in der Regel an die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO. So hatte es im vergangenen Jahr auch keine solche Warnung für die von der Lungenkrankheit SARS betroffenen Staaten gegeben. Damals wurde in den Sicherheitshinweisen allerdings darauf hingewiesen, nicht unbedingt notwendige Reisen in die betroffenen Länder zu verschieben. Nach geltender Rechtsprechung können Touristen einen Reisevertrag nur dann ohne Zusatzkosten kündigen oder umbuchen, wenn für das betreffende Land eine Reisewarnung ausgesprochen wurde.

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Informationen zur Vogelgrippe und Reisen in die betroffenen Länder können auch beim Bürgerservice des AA in Berlin telefonisch unter der Nummer 030 - 5000-2000 abgerufen werden.

AA-Merkblatt zur Vogelgrippe: www.diplo.de/www/de/laenderinfos/gesundheitsdienst/merkblatt/vogelgrippe_html

Quelle: dpa
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