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Fliegen Sie mit uns zur Reaktorruine

Von Andreas Spaeth
02.05.2021
, 13:54
Seit der Flugverkehr am Boden ist, treibt die Sehnsucht nach dem Fliegen mitunter seltsame Blüten – Flüge nach Nirgendwo mit Aussicht sind besonders in Asien populär.

Es war ein strahlend blauer Frühlingsmorgen über Kiew am vergangenen Sonntag, ideales Flugwetter. Am Flughafen Kiew-Borispol war nicht viel los – wie auf allen Flughäfen weltweit, denn die Krise in der Luftfahrt wird immer schlimmer. „Seit Anfang 2021 geht es in der europäischen Fliegerei eigentlich nur noch bergab“, kommentiert Eamonn Brennan, der Chef von Eurocontrol, die den oberen Luftraum überwacht. 65 Prozent weniger Flüge als 2019 sind immer noch die düstere Realität.

Aber sehr viele Menschen haben Sehnsucht danach, wieder abzuheben. Und die Airlines brauchen jeden Dollar, jeden Euro, jeden Yen, um irgendwie zu überleben. Das schafft neue, mitunter erstaunliche Angebote. Eines davon trug vor einer Woche die Flugnummer PS3999. In Pandemiezeiten passiert es neuerdings häufiger, dass der Ort, an dem man sich gerade befindet, auch als Zielort eines Fluges auf der Anzeigetafel am Flughafen steht. So auch am vergangenen Sonntag in Kiew, wo als Ziel von Flug PS3999 wiederum Kiew genannt wurde, Rundflüge als „Flüge nach nirgendwo“ sind mancherorts populär. Im klimabewussten Europa bisher nicht, aber in Australien und Asien, vor allem in Japan. Die dortige Fluggesellschaft ANA schickte am vergangenen Wochenende zwei A380 auf mehrere dreistündige Touren über Nippon, gut gebucht zu Preisen zwischen 260 und 780 Euro.

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Quelle: F.A.S.
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