FAZ plus ArtikelGünstige Hotels

Grandhotel ist überall

Von Niklas Maak
20.05.2022
, 20:04
Ein Corinthia Hotel wie in London, nur eben in Budapest
Auch andere Städte haben schöne Häuser: Von günstigen Hotels in New York und bezahlbaren Fünfsternehäusern in Europa
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Eine der meistgestellten Fragen von New-York-Reisenden an alle, die mal dort waren, lautet: Hast du ein bezahlbares Hotel? Nun gehen die Meinungen darüber, was „bezahlbar“ ist und was nicht, auseinander, aber jetzt, wo die Grenzen wieder offen sind, sind auch die Preise in New York wieder dort, wo sie vor der Pandemie waren, unter 300 Euro die Nacht findet man in Manhattan kaum ein Hotel, dass nicht ein wenig enttäuschend ist – und wenn man ohnehin schon so viel Geld für Flug, Taxi und Essen ausgibt, will man nicht in einem Bett schlafen, das einen daran erinnert, dass man sich das Ganze eigentlich auch nur so halb leisten kann. Und nicht alle Betten in den Unterkünften, die man über Airbnb oder andere Plattformen findet und die erst mal günstig und gut aussehen, sind das am Ende auch – oft hat man es mit dünnen und auch eher alten Laken zu tun und mit Betten, von denen man annehmen muss, dass sie schon alt waren und ein bisschen durchhingen, als Edward Hopper seine schönen Großstadtbilder malte.

Was tun? Es gibt in Manhattan Hotels, deren Preise massiv schwanken – mal kosten sie so viel wie alle anderen, mal kann man für 120 Dollar oder jedenfalls unter 200 Dollar dort schlafen. Dazu gehören das U Hotel an der Fifth Avenue, das so etwas wie der Volkswagen Golf unter den Hotels dieser Gegend ist, an dem also nichts ärgerlich, aber auch nichts spektakulär ist – außer dem Blick aus dem Fenster, denn man schaut direkt auf das in den Himmel hinaufzischende Empire State Building. Wer ein bisschen mehr Wert auf Stil legt, kann um die Ecke ins Draper gehen, das ziemlich neu ist, aber mit seiner geschwungenen türkisfarbenen Leuchtschrift, den Mid-Century-Möbeln, dem dunklen Tropenholzimitat auch so aussehen soll, als komme gleich Don Draper aus „Mad Men“ mit seiner schmalen Krawatte und einem Scotch in der Hand um die Ecke gebogen; man kann das etwas zu themenparkhaft finden, aber die Betten sind gut und vermutlich auch besser, als sie es in den echten fünfziger und sechziger Jahren waren. Zur Hauptsaison kostet das Draper auch schon mal über 300 Euro, manchmal gab es aber auch schon Zimmer für die Hälfte.

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Quelle: F.A.S.
Autorenporträt / Maak, Niklas
Niklas Maak
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