FAZ plus ArtikelParadiessuche in Fidschi

Kann man Glück kaufen?

Von Jakob Strobel y Serra
19.05.2022
, 14:15
Robinsonade  mit Logenblick: Das Como Laucala Island Resort gibt seinen Gästen die schöne Illusion, die Welt sei ganz allein für sie erschaffen worden.
Einmal im Leben wollten wir wissen, wie es sich anfühlt, wenn Geld keine Rolle spielt – und haben Strandurlaub unter Milliardären im Como Laucala Island Resort gemacht, einem der zehn teuersten Hotels der Welt.
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Wir wähnten uns dem Glück ganz nahe, wir konnten gar nicht anders, obwohl eine Menschheitsfrage quälend unbeantwortet in unserem Kopf herumgeisterte. Ein Privatflugzeug hatte uns in unsere Privatvilla auf dieser Privatinsel gebracht, und gerade eben war die Sonne an unserem Privatstrand für uns ganz allein im Südpazifischen Ozean versunken. Wie von Zauberhand wurden daraufhin die Fackeln in unserem Privatgarten Eden entzündet und wie von Geisterhand die Champagner-Vorräte Tag für Tag aufgefüllt, ganz gleich, wie viel wir vom feinen Rosé aus dem Hause Duval-Leroy tranken.

Hundert Meter breit war unser Strand, bildschön dekoriert mit Kokospalmen und Dilos, den fidschianischen Bäumen der tausend Tugenden, mit Yoga Desk und Love Bed, Palmstroh-Pavillon und Baldachin-Liegen. Und mit keiner Menschenseele mussten wir all das teilen, wie Adam und Eva könnte man hier seinen gesamten Urlaub verbringen. Der Pool war im Gegensatz zu den meisten anderen Luxusresorts kein Alibi-Planschbecken, sondern ein veritables Schwimmbad mit einem Kieselsteinmosaik, so schön, als habe es David Hockney entworfen. Die Villa, vor der unser eigenes Golfwägelchen wartete, war doppelt so groß wie unsere Wohnung zu Hause, allein der Spiegel im Boudoir maß fünf Quadratmeter, und die Badewanne wog gewiss eine Tonne, denn sie bestand aus einem ausgehöhlten und polierten Lavariesenbrocken. Und dieser ganze Überfluss führte uns unweigerlich zu der alles entscheidenden Frage: Kann man Glück kaufen?

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Glückssuche in der Südsee

Anreise: Fidschi erreicht man am besten über Singapur oder Los Angeles, von dort fliegt jeweils Fiji Airways (www.fijiairways.com) nach Nadi auf der Hauptinsel Viti Levu. Den Transport nach Laucala Island organisiert das Como Resort, er ist nur mit Privatflugzeugen möglich (750 Dollar pro Person und Strecke). Für die Einreise nach Fidschi genügen ein Reisepass und ein Antigen-Schnelltest, der bei Abflug nicht älter als 48 Stunden sein darf. Touristische Informationen über Fidschi gibt es unter www.fiji.travel.

Como Laucala Island Resort: Die Hotelanlage liegt eine knappe Flugstunde nordöstlich von Nadi. Die Preise für die 25 Villen beginnen bei 5600 Dollar Euro pro Nacht. Eine Villa mit zwei Schlafzimmern kostet 8800 Euro pro Nacht. Im Preis sind alle Mahlzeiten, Getränke und Aktivitäten innerhalb des Riffs inbegriffen. Dazu zählen unter anderem Reiten, Schnorcheln, Tauchen, Kite-Surfen, Touren mit Kajaks oder Jetskis und Yoga-Stunden. Auch der Achtzehn-Loch-Golfplatz kann ohne weitere Kosten genutzt werden. Ein Butler- und Babysitter-Service stehen ebenfalls kostenfrei zur Verfügung. Information und Buchung unter www.comohotels.com/en/laucalaisland.

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Strobel y Serra, Jakob (str.)
Jakob Strobel y Serra
stellvertretender Leiter des Feuilletons.
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