Haushaltssperre verhängt

50 Millionen weniger für Evangelische Landeskirche

09.06.2020
, 14:38
Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) leidet im Zuge der Corona-Krise unter Mindereinnahmen. Ein drastischer Sparkurs soll nun in fast allen Bereichen durchgesetzt werden.

Angesichts zu erwartender Mindereinnahmen bei der Kirchensteuer im Zuge der Corona-Krise hat die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) eine Haushaltssperre verhängt. Im laufenden Jahr sei wegen Kurzarbeit und zu erwartender höherer Arbeitslosigkeit mit einem Rückgang der Kirchensteuer um etwa zehn Prozent zu rechnen, teilte die EKHN am Dienstag mit.

Dies würde einem Minus von über 50 Millionen Euro gegenüber dem ursprünglichen Ansatz von rund 530 Millionen Euro Einnahmen entsprechen. Ausgenommen von den aktuellen Sparmaßnahmen bleibe vorerst die Arbeit in den Kirchengemeinden und Dekanaten vor Ort.

So sollen nun in nahezu allen Bereichen zehn Prozent der Kosten bis zum Jahresende eingespart werden. Dies könne nicht nur durch die Reduzierung von Sachkosten, sondern beispielsweise auch durch Wiederbesetzungssperren geschehen. Das Zurückgreifen auf Rücklagen solle möglichst begrenzt werden. Ein Nachtragshaushalt für Einsparungen in allen Bereichen ist der EKHN zufolge in Arbeit. Über die Pläne solle die Kirchensynode auf ihrer Tagung am 19. September entscheiden. Das Gebiet der EKHN erstreckt sich auf Teile Hessens und Rheinland-Pfalz.

Quelle: dpa
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