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Auf ein Wort mit Studenten

Mag alte Häuser

Von Leonardo Costadura
 - 16:53
Auf ein Wort mit dem Studenten Patrik Polic

Was liegt an diese Woche?

Lernen, lernen, lernen! Jetzt ist Prüfungszeit.

Was gefällt Ihnen an dem Fach, das Sie studieren?

Jeder Tag ist unterschiedlich. Gerade arbeite ich als Aushilfe, da ist jeder Tag gleich. Am liebsten würde ich kündigen.

Und was stört Sie?

Eigentlich nichts, Gott sei Dank.

Was wollten Sie Ihrem Hochschulpräsidenten schon immer mal sagen?

Das Parkhaus zerfällt, die wichtigen Träger werden notdürftig abgestützt. Anstatt da etwas zu tun, nimmt die Hochschule den Damen im 2. Untergeschoss des Gebäudes A das WC weg und ersetzt es durch ein All-Gender-WC, so dass Männer jetzt zwei Toiletten und Frauen nur eine zur Verfügung haben.

Ihr Lieblingsort in der Hochschule?

Dieser Campus hier. Die Gebäude sehen von außen ganz okay aus, von innen nicht. Besonders im Sommer ist es schön, hier draußen zu lernen oder zu essen.

Und wohin gehen Sie auf keinen Fall, wenn Sie nicht müssen?

Zur Uni! Ich wohne 20 Kilometer entfernt, mit dem Auto kostet das zehn Euro hin und zurück. Dann bleibe ich lieber zu Hause, wenn’s geht.

Wo ist in der Hochschule der beste Ort zum Flirten?

Als ich an die Hochschule kam, war ich schon verlobt, deshalb habe ich hier mit niemandem geflirtet. Aber ich würde sagen, hier draußen, denn hier sitzt man ungestört.

Wie wohnen Sie?

Ich wohne in Kriftel mit meinem Vater.

Wie finanzieren Sie Ihr Studium?

Ich arbeite im Globus-Baumarkt in Hofheim.

Wo gehen Sie abends am liebsten hin?

Mit meinen Freunden gehe ich gerne ins Café. Zum Beispiel in Kriftel in eine Shisha-Bar oder in Bad Soden in ein kroatisches Café. Aber ich habe keinen festen Ort.

Was gefällt Ihnen an Wiesbaden, was nicht?

Die alte Bausubstanz gefällt mir. Bei einer Exkursion mit unserer Architekturprofessorin habe ich sie mal gefragt: „Was ist los mit den Architekten heutzutage, dass sie nur noch hässliche Häuser bauen? Vor hundert Jahren waren die noch so schön!“ Da hat sie gesagt: „Das ist nur Ansichtssache.“ Was mir nicht gefällt: die Bahnanbindung zum Main-Taunus-Kreis. Mit dem Auto brauche ich zwanzig Minuten hierher, mit dem öffentlichen Nahverkehr bräuchte ich eineinhalb Stunden.

Was wollen Sie nach dem Studium machen?

Arbeiten! Und zwar als Bauingenieur. Anfang Februar werde ich als Aushilfe in einer Baufirma anfangen. Was später kommt, werden wir sehen. Ich würde gerne öffentliche Gebäude bauen oder im Tiefbau, also U-Bahn und Tiefgaragen zum Beispiel, arbeiten.

Quelle: F.A.Z.
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