Blaulicht in Rhein-Main

Unfall auf A66 in Wiesbaden – ICE-Notbremsung wegen Pyrotechnik

Aktualisiert am 26.11.2020
 - 09:52
In Rhein-Main kam es zu zwei Autounfällen und einem Wohnungsbrand (Symbolbild).
Bei einem Unfall auf der Autobahn 66 bei Wiesbaden sind zwei Menschen schwer verletzt worden. Ein Autofahrer hat in Darmstadt ein Kind angefahren und ist danach geflüchtet. Und im Hochtaunuskreis brennt ein Männerwohnheim.

Wiesbaden. Bei einem Unfall auf der Autobahn 66 bei Wiesbaden sind zwei Menschen schwer verletzt worden. Nach ersten Erkenntnissen war ein 51 Jahre alter Mann am späten Mittwochabend zwischen Wiesbaden-Nordenstadt und Wiesbaden-Erbenheim mit seinem Auto auf das Fahrzeug einer 57 Jahre alten Frau geprallt, wie die Polizei am Donnerstagmorgen mitteilte. Die Frau sei mit ihrem Auto gegen die Mittelschutzplanke geschleudert worden, von dort abgeprallt und auf dem Seitenstreifen zum Stehen gekommen. Der ebenfalls schwer beschädigte Wagen des Manns habe den rechten und mittleren Fahrstreifen blockiert. Beide Fahrer seien schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht worden.

Darmstadt. Ein Autofahrer hat an der Ausfahrt eines Supermarkts in Darmstadt ein Kind angefahren und ist danach geflüchtet. Wie die Polizei mitteilte, war der Zehnjährige am Mittwochnachmittag auf seinem Kinderrad auf dem Geh- und Radweg unterwegs gewesen. Beim Passieren der Ausfahrt sei der Junge von dem Auto angefahren worden. Der Fahrer entfernte sich den Angaben zufolge vom Unfallort, ohne nach dem Kind zu sehen. Der Junge wurde nur leicht verletzt und konnte seinen Weg fortsetzen. Zeugen des Unfalls werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

Friedrichsdorf. Bei einem Brand in einem Männerwohnheim in Friedrichsdorf-Köppern (Hochtaunuskreis) sind mehrere Menschen verletzt worden. Wie die Polizei in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte, war das Feuer am Morgen aus zunächst ungeklärter Ursache in einem unbewohnten Raum ausgebrochen, es griff auf dort gelagerte Gegenstände über. Mehrere Menschen wurden demnach mit einer Drehleiter gerettet und mindestens neun durch eine Rauchgasreizung leicht verletzt. Sieben Menschen seien anschließend in ein Krankenhaus gebracht worden. Die Polizei schätzte den Sachschaden auf 15.000 Euro. Die Ermittlungen dauerten am Donnerstag an.

Gelnhausen. Brennende Pyrotechnik hat den Lokführer eines ICE mit Dutzenden Fahrgästen an Bord im Bahnhof Gelnhausen (Main-Kinzig-Kreis) zu einer Notbremsung gezwungen. Ein junger Mann hatte eine Art Leuchtfackel in den frühen Morgenstunden des Donnerstags vor den durchfahrenden Zug ins Gleis geworfen, wie die Bundespolizei mitteilte. Bei der Vollbremsung wurde demnach keiner der 200 Fahrgäste verletzt. Mehrere Züge verspäteten sich laut Bundespolizei wegen der kurzzeitigen Sperrung der Strecke. Durch Hinweise des Lokführers konnte die Polizei den 22 Jahre alten mutmaßlichen Täter nach eigenen Angaben noch in der Nacht am Bahnhof vorläufig festnehmen. Die Beamten fanden demnach bei einer Durchsuchung weitere pyrotechnische Gegenstände. Der 22-Jährige müsse sich nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr sowie des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz verantworten, hieß es.

Quelle: dpa
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