FAZ plus ArtikelNeues Biontech-Werk in Marburg

Alle fünf Tage acht Millionen Impfdosen

Von Falk Heunemann, Marburg
31.03.2021
, 07:30
Zutatenmischung: Eine Biontech-Mitarbeiterin in Marburg simuliert, wie Komponenten für die Impfstoffproduktion in einen Beutel gefüllt werden.
Biontech hat in Mittelhessen eines der größten Impfstoffwerke der Welt in Betrieb genommen. Die Wochenproduktion passt in einen Kofferraum. Ein Besuch bei den Machern des Impfstoffs.
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Eine Mischung aus Waschmaschine und Großküchenmixer, so sieht der Apparat aus, der bald Menschen vor der Intensivstation und dem Tod bewahren soll. Außen polierter Stahl, innen ein weißer Plastikbeutel – wären da nicht die milchigen Schläuche und die Laborarbeiter in blauen Hygieneraum-Anzügen, man könnte den Bioreaktor fast übersehen, dabei ist er der Kern des neuen Biontech-Werks in Marburg.

Jährlich bis zu eine Milliarde Dosen des Covid-19-Impfstoffs will das Werk mit Hilfe der Bioreaktoren einmal produzieren, wenn es vollständig angelaufen ist, vor einer Woche hat es die Zulassung der Europäischen Arzneimittelbehörde erhalten. Eine Milliarde – genug, um alle Bürger der Europäischen Union zweimal zu impfen. Das hieße, dass dann die Hälfte der gesamten Impfstoffproduktion, die Biontech und Pfizer für den weltweiten Kampf gegen Covid-19 zugesagt haben, aus einem umwaldeten Tal im Nordosten Marburgs kommen wird. Das Werk wäre damit einer der weltweit größten Produktionsstätten für die neuartigen Impfstoffe mit Messenger-RNA.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Heunemann, Falk
Falk Heunemann
Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.
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