FAZ plus ArtikelCorona-Impfung beim Arzt

Gut, wenn man einen Hausarzt hat

Von Petra Kirchhoff
03.05.2021
, 09:09
Nicht nur junge Versicherte, die bisher ohne auskommen, stellen jetzt fest: Es wäre ganz schön, einen Hausarzt zu haben, der vielleicht am Abend eine Impfdosis übrig hat. Doch wie kommt man auf die Liste?

Mit dem Impfen geht es zum Glück voran. Seit Ostern dürfen auch Hausärzte impfen. Zwar haben sie längst noch nicht so viel Impfstoff, wie sie gerne hätten. Zudem erfahren sie, wie Christian Sommerbrodt, Vorstandsmitglied im Hausärzteverband Hessen, moniert, auch immer erst am Freitag, wie groß die Lieferung für die nächste Woche ist: „Das schwankt sehr stark.“ Die Hausärzte haben beim Impfen aber mehr Freiheiten als die Impfzentren. Grundsätzlich müssen auch sie sich an die vorgeschriebene Reihenfolge halten, dürfen aber selbst priorisieren, sagt Sommerbrodt, der in einer Gemeinschaftspraxis mit sechs Ärzten in Wiesbaden arbeitet.

Eine Impfung außer der Reihe ist etwa dann möglich, wenn ein Patient zum vereinbarten Impftermin nicht erscheint oder am Abend noch Impfstoff übrig ist, weil aus den sogenannten Viles, also den Fläschchen, noch ein paar Dosen herausgeholt wurden. Dann kann es sein, dass auch der 23 Jahre alte Student, der um die Ecke wohnt und schnell vorbeikommen kann, die ersehnte Spritze bekommt.

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Check-up mit 35

Wer jung und gesund ist, denkt noch nicht an die Vorsorge. Gesetzlich Versicherte haben aber vom 35. Lebensjahr an einen Anspruch darauf, sich regelmäßig bei ihrem Hausarzt einem Gesundheitscheck zu unterziehen. Zur Kassenleistung gehören die Anamnese, etwa Fragen nach Beschwerden, die Erfassung des Risikoprofils (Rauchen, Übergewicht, familiäre Krankheitsrisiken), die Überprüfung des Impfstatus, die körperliche Untersuchung einschließlich Blutdruckmessung, die Laboruntersuchung von Blut und Urin sowie eine Beratung über die Untersuchungsergebnisse. Früher wurde diese Untersuchung, für die es von Krankenkassen Bonuspunkte gibt, alle zwei Jahre angeboten, inzwischen nur noch alle drei Jahre. Neu ist von diesem Herbst 2021 an einmalig ein Screening auf eine Hepatitis-B- und Hepatitis-C-Virusinfektion. Damit sollen unentdeckte Infektionen erkannt und frühzeitig behandelt werden, um Spätfolgen zu verhindern. hoff.

Quelle: F.A.Z.
Petra Kirchhoff - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Petra Kirchhoff
Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.
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