FAZ plus ArtikelKampf gegen Corona

Wieso die Kampagne gegen HIV ein gutes Vorbild wäre

Von Theresa Weiß
29.11.2021
, 21:06
Den Alten droht der nächste einsame Winter: In den Pflegeheimen werden derzeit wieder die Schotten dichtgemacht.
Politik und Gesellschaft bekommen die Corona-Pandemie nicht in den Griff. Darunter leidet besonders eine Gruppe. In einer solchen Lage sollte von Bund, Ländern und Kommunen mehr Einsatz kommen.
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Als Marcus Förner seine ersten beruflichen Schritte im Gesundheitssektor machte, bestimmte ein Virus den Alltag dort. HIV – alle hatten Angst vor Aids. Und was geschah? „Die Politik hat das Thema vereinnahmt und versachlicht.“ Auf jedem Klo hingen Plakate, jeder kannte den Slogan „Mach’s mit“, eine Aufklärungskampagne, die mit einer solchen Gewalt über das Land rollte, dass Aids wirklich bald keine Chance mehr hatte.

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Marcus Förner leitet heute das Hufe­landhaus, ein großes Pflege- und Altenheim im Frankfurter Osten. Wieder bestimmt ein Virus seinen Alltag: Corona. Und was passiert jetzt? „Mein Eindruck ist, dass das hier nicht funktioniert hat. Das Thema wurde gekapert von Menschen, die sich aufspielen. Und die Leute glauben nicht mehr an wissenschaftliche Errungenschaften.“

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Quelle: F.A.S.
Autorenporträt / Weiß, Theresa
Theresa Weiß
Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.
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