Coronavirus in Hessen

Groß-Gerau weiterhin mit höchster Inzidenz

Von Johanna Schwanitz
13.06.2021
, 12:19
Nachweis: In einem Karton liegen Antigen-Tests, die eine Infektion mit dem Coronavirus nachweisen können.
Nachdem die landesweite Inzidenz in Hessen am Samstag gestiegen ist, sinkt sie am Sonntag wieder. Trotzdem weisen weiterhin nur zwei andere Bundesländer höhere Werte auf.

In Hessen sind binnen 24 Stunden 139 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Das geht aus den Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Sonntag (Stand 3:11 Uhr) hervor. Vor vier Wochen lag die Zahl der bestätigten Neuinfektionen noch bei 685. Insgesamt wurden 289.484 Infektionen in Hessen gezählt. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt leicht auf 20,8 nach 22,1 am Vortag. Vor vier Wochen lag die Inzidenz noch bei 93. Die Corona-Zahlen sind an Wochenenden meist niedriger, unter anderem, weil weniger getestet wird.

Mit Baden-Württemberg (25,4) und dem Saarland (21,1) weisen nur zwei Bundesländer höhere Werte als Hessen auf. Mit der Inzidenz wird die Zahl der Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen erfasst.

Vier weitere Menschen sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Seit Beginn der Pandemie hat das Virus nach Angaben des RKI 7436 Menschenleben gefordert.

Mit einer Inzidenz von 52,6 ist der Landkreis Groß-Gerau der einzige Landkreis in Hessen, dessen Kennziffer noch über 50 liegt. Der einstige Corona-Hotspot Fulda hat mit 8,1 am Sonntag eine der niedrigsten Inzidenzen des Landes. Nur im Vogelsbergkreis ist das Infektionsgeschehen abgekühlter. Dort liegt die Kennziffer bei 4,7.

Nach einem Zwischenspurt verliert Hessen im Vergleich zum Bund beim Impfen wieder an Boden: 47,7 Prozent der Menschen in Hessen haben bisher eine erste Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Hessen liegt nun 0,4 Punkte unter dem Durchschnitt im Bund. Spitzenreiter ist das Saarland mit 51,6 – Rheinland-Pfalz kommt auf 47,4. Bei den vollständig Geimpften hinkt Hessen dem Mittelwert im Bund deutlicher hinterher. Hessen kommt auf 23,1 Prozent, das sind 2,6 Prozentpunkte unter dem Durchschnitt. Gut drei Millionen Menschen in Hessen sind mindestens einmal geimpft.

Seit dem Ende der Priorisierung am 7. Juni haben sich mehr als 144.000 Menschen im Land für eine Spritze gegen das Virus in einem der 28 hessischen Impfzentren registriert, wie das Innenministerium in Wiesbaden mitteilte. Dessen ungeachtet erleben vor allem niedergelassene Ärzte einen erheblichen Andrang an Impfwilligen.

Die Stadt Frankfurt will von Montag an im Impfzentrum in der Festhalle den dann Durchgeimpften einen entsprechenden QR-Code mit auf den Weg zu geben – „sofern die notwendigen technischen Voraussetzungen seitens des Bundes rechtzeitig zur Verfügung gestellt werden. Eine nachträgliche Ausstellung einer Bescheinigung über vor diesem Zeitraum erfolgte Impfungen ist im Impfzentrum nicht möglich“. Dabei gehe es um eine Ergänzung des weiter verwendbaren gelben Impfheftes („Digitaler Impfpass“). Die hessische Apothekerkammer hat Corona-Geimpfte dazu aufgerufen, zur Ausgabe des neuen digitalen Impfpasses Anfang nächster Woche nicht sofort in die Apotheken zu stürmen, wie die dpa berichtet. Die Apotheken benötigten Zeit.

Quelle: FAZ.NET
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