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Warum Streik in der Chemiebranche ein Fremdwort geworden ist

Von Falk Heunemann
10.09.2021
, 07:07
Der letzte große Streik: Arbeitskampf bei Degussa in Frankfurt 1971 - es ging damals unter anderem um 120 D-Mark mehr Lohn.
Im Jahr 1971 gab es den letzten großen Arbeitskampf in der Chemieindustrie. Warum es seitdem harmonischer zugeht, erschließt sich aus dem Konzernarchiv von Evonik.
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Die Aufrufe klingen martialisch: „Fabriken werden zu Kasernen“ steht auf dem Flugblatt aus Frankfurt, Unternehmer, heißt es darin, würden Laborsäle und Ersatzteillager zu Schlafstätten für Streikbrecher umrüsten. „Erste Einbrüche in der Arbeitgeberfront“, jubelt ein anderes Flugblatt der hessischen Chemiegewerkschaft. Auf einem dritten heißt es schlicht: „Solidarisieren! Mitmarschieren!“

Genau fünfzig Jahre ist es her, dass solche und ähnliche Aufrufe unter den Beschäftigten der Chemieindustrie kursierten, der Anlass war ein vier Wochen langer Streik für höhere Löhne, mit Werksblockaden, Polizeieinsätzen, Produktionsausfällen. Am Ende mussten das Kanzleramt und ein Bundessozialrichter vermitteln.

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Autorenporträt / Heunemann, Falk
Falk Heunemann
Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.
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