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FAZ plus ArtikelInternationale Spurenjagd

Mit 14 Sprachen auf Erbensuche

Von Martina Propson-Hauck
 - 10:27

Der Mann schleppt unter dem Arm einen dicken Stapel unscheinbarer brauner Akten, den er auf dem Schreibtisch von Andreas Kamp ablegt. „Ich komme da einfach nicht weiter“, sagt der Nachlassverwalter, stöhnt kurz auf und verabschiedet sich – froh, dass er nun vier besonders schwierige Fälle abgeben kann. Für Andreas Kamp und Iris Steinke beginnt jetzt die Arbeit. Sie sind Erbenermittler und kommen immer dann ins Spiel, wenn das Nachlassgericht nicht weiterweiß. Wenn ein Mensch stirbt und weder Ehepartner noch Kinder, Geschwister oder Eltern da sind, kann es kompliziert werden, dessen Besitztümer an die rechtmäßigen Erben zu bringen. „Manchmal haben sich auch Ehepartner gegenseitig im Testament als Erben eingesetzt und sterben kurz nacheinander, ohne dass ein neues Testament gemacht wurde“, sagt Kamp.

Immerhin wartet der deutsche Staat 30 Jahre lang, bis ein Vermögen ohne auffindbaren Erben eingezogen werden kann. „Wenn kein Testament vorhanden, die gesetzliche Erbfolge schwierig und insgesamt ein positiver Nachlass vorhanden ist“, zählt Kamp die Bedingungen auf, unter denen er in Aktion treten darf. Der Nachlass müsse mindestens einen fünfstelligen Betrag wert sein, damit sich die ganze Mühe rechne.

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