FAZ plus ArtikelDFB-Campus

Doppelpass auch mit den Menschen

EIN KOMMENTAR Von Daniel Meuren
01.07.2022
, 11:38
Der DFB sollte die Chance nutzen, die ihm der Campus bietet.
Das neue DFB-Zentrum in Frankfurt sollte nicht allein für Training genutzt werden. Der Verband wäre gut beraten, die urbane Heimat auch für die Annäherung an die Menschen zu nutzen.
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Der französische Fußballverband hat schon seit Jahrzehnten sein Trainingszentrum Clairefontaine, England seit einem Jahrzehnt den St. George’s Park in den Midlands. Die eine Fußballnation führt darauf ihre Weltmeistertitel von 1998 und 2018 zurück, die andere begründet auch damit den Aufschwung der vergangenen Jahre. Nun hat auch der Deutsche Fußball-Bund endlich seinen Campus. Der Begriff ist bewusst aus dem Sprachgebrauch der Universitäten übernommen, da der DFB dort mehr üben will als Torschuss und Doppelpass. Gerade sportwissenschaftlich soll das neue Trainingszentrum Maßstäbe setzen und zum Erfolg in der Zukunft beitragen.

Für Frankfurt ist die Eröffnung des Campus derweil ein wichtiger sportpolitischer Erfolg. Dadurch ist nicht nur der Verbleib des Verbands in der Stadt gesichert. Eine Abwanderung des DFB, die durchaus im Raum gestanden hatte in der langwierigen Suche nach einem neuen Standort, hätte vermutlich Abwanderungsgedanken auch bei vielen weiteren Sportverbänden ausgelöst, die an der Otto-Fleck-Schneise in Nachbarschaft zum DFB-Sitz ihre Heimat haben.

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Quelle: F.A.Z.
Daniel  Meuren - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Daniel Meuren
Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.
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