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documenta

Occupy errichtet „machtkritisches Kunstwerk“

Aktualisiert am 07.07.2012
 - 17:53
Weiße Zelte gegen die „Grundübel der Zeit“: Die documenta-Leitung will nichts gegen die Zeltstadt unternehmen.
Der Protest der Occupy-Bewegung geht weiter - jetzt auch bei der Kunstausstellung documenta in Kassel: In der Nacht zum Samstag haben sie vor dem Friedericianum 28 weiße Zelte aufgestellt.

Der Protest der Occupy-Bewegung geht weiter - jetzt auch bei der Kunstausstellung documenta in Kassel: In der Nacht zum Samstag bauten Bewohner des Kasseler Occupy-Camps vor dem Museum Fridericianum eine Reihenhaus-Zeltstadt auf. Sie besteht aus 28 einfachen weißen Zelten, auf die Camp-Bewohner 20 Begriffe wie Gier, Hochmut, Geiz und Neid schrieben - nach Darstellung eines Occupy-Sprechers die „Grundübel der Zeit“. „Wir sind der Meinung, dass der schleichende Zusammenbruch unter einer schönen Fassade stattfindet“, sagte er. Die künstlerische Leiterin der documenta, Carolyn Christov-Bakargiev, begrüßte die Aktion nach Angaben einer Sprecherin.

Mit der Aktion haben die Aktivisten ihr seit vier Wochen bestehendes Camp nach eigener Ansicht zu einem „machtkritischen Kunstwerk“ ausgebaut. Nach Darstellung des Occupy-Sprechers wurden die weißen Zelte - gebaut aus Lkw-Plane, Holz und Zimmermannsnägeln - von den Besuchern „unglaublich gut angenommen“. „Die Leute rennen durch, lesen die Begriffe, stehen davor und überlegen sich: Was ist es?“, sagte er. „Es ist ein Riesenerfolg.“

documenta-Leitung will Zeltstadt dulden

Die documenta-Leitung beriet zunächst, wie sie auf die neue Situation am Friedrichsplatz reagieren soll, kam dann aber zu dem Schluss, dass sie nichts unternehmen will. „Wir werden nicht veranlassen, dass die Zelte abgebaut werden“, sagte die Sprecherin. Das kleine Occupy-Camp vor dem Museum wird seit Beginn der documenta vor vier Wochen ebenfalls geduldet.

Occupy ist eine weltweite Bewegung, die zentrale Plätze besetzt und den Kapitalismus kritisiert. In Frankfurt campieren Aktivisten seit vergangenem Herbst vor der Europäischen Zentralbank. Die documenta gilt als die weltweit wichtigste Ausstellung für zeitgenössische Kunst. Bis zum 16. September werden dort mindestens 750 000 Besucher erwartet.

Quelle: LHE
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