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Wie der Garten zum Hühnerstall wird

Von Mona Wenisch
03.06.2019
, 09:00
Hühner müssen nicht auf einem Hof leben, sondern dürfen auch im privaten Garten gehalten werden.
Eigene Hühner halten und ein eigenes Frühstücksei genießen, das wird auch in der Stadt immer mehr zum Trend. Wer sich nicht dauerhaft um die Tiere kümmern will, kann sich die Hühner für ein paar Wochen mieten.
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Wenn Michael Lüft die Transportkiste in das Hühnergehege stellt, dauert es nicht lange, bis fünf Hühner hineingehüpft sind. „Sie kommen schon freiwillig, weil sie wissen, es geht auf Rei-sen“, sagt Lüft. Sicher verstaut in einer Transportbox, machen sich die Hühner dann auf den Weg in irgendeinen Garten in Deutschland. Dort bleiben sie für ein paar Wochen, bevor Lüft sie wieder abholt und zurück auf seinen Hof bringt.

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Für die Legehühner sei das relativ stressfrei, sagt Lüft. Für ihn selbst bedeutet das hingegen etwas Arbeit. „Von Mitte März bis Ende Oktober sind wir ausgebucht“, sagt Lüft. Er betreibt einen Hühnerhof in Seligenstadt und hat 2013 das Projekt „Rent-a-Huhn“ ins Leben gerufen. Seine 300 Hühner sind seitdem ständig auf Reisen. Insgesamt 58 mobile Häuschen sorgen dafür, dass sich die Hühner auch in fremden Gärten wohl fühlen.

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Der Huhn-Vermieter
  • Mieter benötigen einen Garten mit 20 bis 25 Quadratmetern nicht befestigtem Boden.
  • Es sollte eine Vorlaufzeit von sechs bis acht Wochen eingeplant werden.
  • Die Mietzeit kann zwischen einer und sechs Wochen betragen.
  • „Rent-a-Huhn“ kostet zwischen 70 Euro für eine Woche ohne Zaun und 375 Euro für sechs Wochen mit Zaun.
  • Weitere Kosten entstehen bei der Lieferung (30 Cent pro Kilometer) und beim Auf- und Abbau (30 Euro).
  • Kontakt zu Michael Lüft: www.hühnerhof-lüft.de
Quelle: F.A.Z.
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