Eintracht Frankfurt

Veh muss sich gedulden

Von Jörg Daniels, Frankfurt
22.12.2015
, 06:08
Nicht alles ist machbar, dennoch will Eintracht-Chef Heribert Bruchhagen in Neuzugänge investieren.
Für Armin Veh fällt bei der Eintracht Weihnachten anders aus als gewünscht - seine zwei absoluten Wunschspieler waren nicht zu erfüllen. „Die Summe war für uns nicht stemmbar“, sagte Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen.
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Wünsch dir was! Das hat Armin Veh gemacht. Aber in zwei Fällen brachte es den Trainer der abstiegsgefährdeten Frankfurter Eintracht auf der Suche nach Verstärkungen trotzdem nicht weiter. „Seine zwei absoluten Wunschspieler waren nicht zu erfüllen“, sagte Heribert Bruchhagen am Montag und nannte keine Namen. „Das hat die Möglichkeiten von Eintracht Frankfurt überstiegen.“ Der Vorstandsvorsitzende berichtete von einem „klaren Votum des Trainers“ für die linke Mittelfeldseite. Für einen Spieler, der „aus dem Scouting hervorgegangen“ sei. Und mit dem Sportdirektor Bruno Hübner dann Gespräche geführt habe. Ohne Ergebnis. „Die Summe war für uns nicht stemmbar“, sagte Bruchhagen. Veh zeigte dafür Verständnis. „Es gab eine klare Kommunikation. Er hatte kein Problem damit, diesen Gedankengang nachzuvollziehen.“

Es ist ausgeschlossen, dass Sebastian Jung im Winter kommt

Wie Sebastian Rode aktuell über seine beruflichen Perspektiven denkt, weiß Bruchhagen auch. Das hat er in „zwei persönlichen Gesprächen“ mit dem Münchner Fußballprofi erfahren. „Ich bin genauestens informiert. Sebastian hat mir seine Position mitgeteilt.“ Für den Mittelfeldspieler kommt eine Rückkehr nach Frankfurt im Augenblick nicht in Frage. Mit seinem Münchner Kollegen Karl-Heinz Rummenigge hatte sich Bruchhagen in der Sache ebenfalls ausgetauscht. In der Causa Sebastian Jung suchten vor allem Veh und Hübner den Kontakt zum Wolfsburger Manager Klaus Allofs. Sie wollten ausloten, ob eine Rückkehr des Rechtsverteidigers zur Eintracht machbar sei. Sie ist es nicht. „Es ist genauso ausgeschlossen, dass Sebastian Jung im Winter kommt“, sagte Bruchhagen. Auf ihre beiden Wunschspieler müssen die Frankfurter weiter warten.

„Wir müssen Ergänzungen holen und wollen Verstärkungen holen“, sagte Bruchhagen. Der mexikanische Nationalspieler Marco Fabian wird sich wohl der Eintracht anschließen. Zwar meldeten die Hessen, deren Flügelspieler Stefan Aigner auf der Wunschliste von Schalke 04 stehen soll, am Montag noch keinen Vollzug. „Aber alles spricht dafür, dass es so kommt“, sagte Bruchhagen. Der 26 Jahre alte Fabian, der 3,5 Millionen Euro Ablösesumme kosten und in Frankfurt einen Dreijahresvertrag erhalten soll, ist in seiner Heimat ein Star. Mindestens zwei Neuzugänge werden ihm noch nach Frankfurt folgen.

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Die Eintracht hat aktuell sechs Kaderplätze, die nicht besetzt sind

„Wirtschaftlich ist das kein Risiko“, sagte Bruchhagen. Durch die ausfallenden Spieler und die Ablösesummen sei „entsprechender Spielraum da“ neben den ohnehin vorhandenen Möglichkeiten im Rahmen des normalen Budgets. Für Takashi Inui (SD Eibar) und Vaclav Kadlec (FC Midtjylland) bekamen beziehungsweise bekommen die Hessen eine Ablösesumme. Zu den langzeitverletzten Spielern gehören Bamba Anderson, Luc Castaignos und Johannes Flum. Zähle man Sonny Kittel noch dazu, habe die Eintracht aktuell sechs Kaderplätze, „die nicht besetzt sind“, sagte Bruchhagen. Der Eintracht-Boss kündigte an, dass Flum und Kittel wohl neue Vertragsangebote über den kommenden Sommer hinaus erhalten werden. „Wir werden beide nicht im Stich lassen.“

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Mit dem Frankfurter Ehrenspielführer Jürgen Grabowski führte Bruchhagen derweil ein langes Gespräch. Eine despektierliche Bemerkung von Eintracht-Profi Marco Russ vor mehr als einem Jahr hatte Grabowski sehr verärgert. „Ich habe es versäumt, auch als Verein dem Spieler mein Missfallen auszusprechen.“ Bruchhagen ist nun guter Dinge, dass Grabowski im neuen Jahr als Repräsentant für die Eintracht tätig werden wird.

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Daniels, Jörg
Jörg Daniels
Redakteur in der Sportredaktion
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