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Wo Fledermäuse nach Gefühl fliegen

Von Martina Propson-Hauck
 - 16:00
In der Falle: Biologen befreien die Fledermaus sofort wieder aus dem Netz. 
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Wenn es Nacht wird im Kirdorfer Feld, müssen sich Markus Dietz, Mona Strack und Wiebke Schäfer sputen. Rasch ziehen die Biologen die zwischen jeweils zwei Teleskopstangen gespannten Netze in sechs Meter Höhe, um auf Fledermauspirsch zu gehen. Fünf solcher Netze, acht bis 15 Meter breit, stehen fast unsichtbar rings um zwei uralte Eichen, die majestätisch zwischen Obstbäumen emporragen. Im kniehohen Gras zirpen die Grillen und in den Baumkronen wimmelt es von Insekten. Ein ideales Jagdrevier für Microchiroptera, wie die Fledermaus wissenschaftlich heißt.

Das rund 135 Hektar große Natur- und Landschaftsschutzgebiet mit Streuobst- und Feuchtwiesen bietet einen phantastischen Blick über Bad Homburg auf Frankfurt. Doch die Wissenschaftler haben jetzt kein Auge für das sanfte Weichzeichner-Rot der letzten Sonnenstrahlen, in dem sich die Stadtkulisse von ihrer prächtigsten Seite zeigt. Sie flitzen von Netz zu Netz, bis alles steht. Seit Anfang Juni machen sie das jeden Abend aufs Neue. Die Mitarbeiter des Instituts für Tierökologie und Naturbildung untersuchen im Auftrag der Stadt Bad Homburg jede Nacht bis morgens um vier Uhr, welche Fledermaus-Arten es im Kirdorfer Feld gibt.

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Quelle: F.A.Z.
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