„Der Pizzakönig braucht das Wasser“

Frankfurt und ich, Folge 3: Restaurantbesitzer Salvatore Rimonti, 13.10.2017



Salvatore Rimonti kam Mitte der 60er Jahre aus Neapel über den Umweg London nach Frankfurt. Und er brachte das Rezept für die berühmte Pizza Napoletana gleich mit. Der gelernte Restaurantfachmann begann mit einem kleinen Stehimbiss an der Alten Brücke. Die „Pizzeria Bella Napoli“ wurde schnell zu einem beliebten Treffpunkt, vor allem für Nachtschwärmer, denn bei Salvatore gab es auch noch weit nach Mitternacht eine Pizza nach neapolitanischem Originalrezept. Das Geheimnis der Zutaten verrät er nicht, es hängt aber mit einer äußerst sparsamen Dosierung von Hefe zusammen, wodurch die Zubereitung zwar viel Zeit braucht, aber erst den berühmten einzigartigen Geschmack und die feinen Luftblasen ermöglicht.

Video: F.A.Z.

Eine Seltenheit war in den siebziger Jahren das Surfbrett an der Wand des Lokals. Rimonti lebt für den Wassersport, bis heute. Als Steuermann im Rudern war er drei Mal italienischer Meister. Im Windsurfen schaffte er es, sich für große Wettbewerbe wie einen Weltcup in Luzern zu qualifizieren. Und auch im Segeln holte er einige Siege bei regionalen Regatten.

Die Lieblingsorte

Die Leidenschaft für das Wasser hat sich Rimonti bis heute beibehalten. Fast jeden Vormittag, auch im Winter, geht er die wenigen Meter von seiner Wohnung am Main zum Frankfurter Ruder-Verein unter der Alten Brücke, um mit seinem Einer eine Stunde zu rudern. Die Ruhe auf dem Main ist für ihn ein wichtiger Energielieferant für die langen und lauten Abende im „Bistro Salvatore“, das sich zu den beliebtesten Restaurants der Stadt entwickelt hat.

Der Lieblingsplatz in 360°: Alte Brücke


Idee & Konzept: Andreas Krobok
Redaktion: Matthias Alexander, Andreas Krobok
Video: Daniel Blum, Andreas Brand, Kathrin Jakob, Johannes Krenzer
Multimedia: Carsten Feig

12.10.2017
Quelle: F.A.Z.