FAZ plus ArtikelImmobilien in Frankfurt

Der Wohnungsmarkt soll eingefroren werden

Von Rainer Schulze
07.02.2019
, 08:23
Auf Drängen Frankfurts will das Land die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen erschweren. Doch ist die Maßnahme wirklich sinnvoll?

Auf Seite 118 des hessischen Koalitionsvertrags zwischen der CDU und den Grünen steht ein Satz, der es in sich hat: „Für die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen wollen wir den Kommunen mit angespannten Wohnungsmärkten einen Genehmigungsvorbehalt einräumen.“ Für Eigentümer von Mehrfamilienhäusern bedeutet dies: Wer in den betroffenen Kommunen sein Mietshaus aufteilen will, muss erst die Bauaufsicht um Erlaubnis bitten.

Die Stadt Frankfurt wünscht sich die umgangssprachlich „Umwandlungsverbot“ genannte Vorschrift schon seit Jahren. Die Kommune will so erreichen, dass möglichst viele „bezahlbare“ Mietwohnungen in den unter Milieuschutz stehenden Innenstadtvierteln erhalten bleiben. Das sind die beliebten Gründerzeitquartiere. Wann das Land die nötige Rechtsverordnung erlassen wird, kann der Sprecher von Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Die Grünen) noch nicht sagen. Das Ministerium ist erst seit zwei Wochen für die Wohnungspolitik zuständig und noch in der Findungsphase. Mit dem „umfassendsten Maßnahmenpaket“, das es in Hessen je gegeben habe, wolle man den Anstieg der Mieten bremsen, kündigt der Sprecher an. Zu diesem Paket gehört auch das Umwandlungsverbot.

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Quelle: F.A.Z.
Rainer Schulze - Portraitaufnahme für das Blaue Buch
Rainer Schulze
Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.
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