Corona-Pandemie

4000 Impfungen täglich in Frankfurt

Von Tobias Rösmann
11.12.2020
, 13:59
Fast einsatzbereit: das Impfzentrum in der Festhalle
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Die Frankfurter Stadtverordneten haben auch in ihrer letzten Sitzung des Jahres vor allem ein Thema: Corona. Der Gesundheitsdezernent stellt die Pläne für das Impfzentrum vor – mit einem klaren Ziel.
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Im Corona-Impfzentrum in der Frankfurter Festhalle sollen bis zu 4000 Menschen am Tag geimpft werden. Das hat Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Die Grünen) am Donnerstag in der Stadtverordnetenversammlung mitgeteilt. Geplant seien 36 Impfkabinen. Das Zentrum werde Mitte Dezember einsatzbereit sein. Die gesamte Impfstraße inklusive vorab zu klärender Fragen zu Risiken und Nebenwirkungen sei in etwa 15 Minuten zu absolvieren. Für den ganzen Aufenthalt sollte wegen eventueller Wartezeit und eines Aufenthalts in einer Ruhezone nach der Impfung mindestens eine halbe Stunde eingeplant werden. Die Festhalle bezeichnete Majer als „wahrscheinlich schönstes Impfzentrum Deutschlands“.

Betrieben wird das Zentrum dem Gesundheitsdezernenten zufolge vom Deutschen Roten Kreuz. Welcher Betreiber die mobilen Teams für die Alten- und Pflegeheime übernehmen werde, stehe noch nicht fest, sagte er am Rande des Plenums. An der Beratung und Impfung würden sich unter anderem freiwillige Ärzte und Medizinstudenten beteiligen. Der Personalbedarf stehe noch nicht exakt fest, ein Aufruf an pensionierte Ärzte sei ergangen, fügte Majer hinzu. Überdies hätten sich beim Gesundheitsamt schon freiwillige Helfer gemeldet. Er gehe davon aus, dass eine Lieferung des Impfstoffs „Ende Dezember möglich sein könnte“.

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Die Impfungen sind freiwillig

Ziel sei es, in den nächsten Monaten 60 Prozent der Bevölkerung zu impfen, sagte Majer weiter. Die Impfung koste die Bürger nichts und sei freiwillig. Das Land werde die insgesamt sechs von der Ständigen Impfkommission festgelegten Risikogruppen über die Medien auffordern, sich für eine Impfung registrieren zu lassen. Parallel dazu könnten niedergelassene Ärzte ihren jeweiligen Risikopatienten eine Bescheinigung ausstellen, die dann Grundlage einer Terminvergabe werde. Vor einem Besuch des Impfzentrums müssten sich alle Teilnehmer in jedem Fall telefonisch oder online registrieren lassen.

Majer forderte die Stadtverordneten auf, zu helfen, die Akzeptanz von Impfungen in der Bevölkerung hochzuhalten. Das sei wichtig, denn der Impfprozess werde eine Weile dauern. Auch die Impfdosen „werden vielleicht nicht so schnell kommen, wie wir alle glauben“. Majer warnte zudem davor, zu glauben, mit der Impfung seien die Gefahren der Pandemie auf einen Schlag beseitigt. „Es wird noch lange nicht alles gut sein.“

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In der anschließenden Aktuellen Stunde zum Thema kritisierte die SPD-Fraktionschefin Ursula Busch das Land Hessen. Noch immer sei unklar: „Wer bekommt wann welche Einladung?“ Das müsse transparent dargelegt und erklärt werden. Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) sagte, die große Mehrheit der Frankfurter halte sich an die Regeln. Das Impfen werde Zeit brauchen. „Aber die Zahlen zeigen: Kollektives Verhalten macht einen Unterschied.“ Verena David (CDU) sagte: „Die Lage ist nach wie vor ernst.“

Quelle: F.A.Z.
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