FAZ plus ArtikelNach Prügelei im Klassenraum

Kein Schmerzensgeld für Schüler

Von Anna-Sophia Lang
31.05.2022
, 18:25
Nach einem Gerichtsentscheid erhält die Familie eines zehnjährigen Jungen keinen Schadensersatz, nachdem er im Klassenzimmer geschlagen wurde. (Symbolbild)
Die Eltern eines Zehnjährigen waren vor Gericht gezogen, weil der Junge geschlagen worden war, nachdem die Lehrerin den Klassenraum kurz verlassen hatte. Das Amtsgericht Frankfurt urteilte: Weil der Vorsatz fehlt, steht der Familie kein Schmerzensgeld zu.
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Eine Schule muss einem Schüler kein Schmerzensgeld zahlen, weil er von Klassenkameraden geschlagen wurde, während die Lehrerin das Klassenzimmer für ein paar Minuten verlassen hatte. Eine Abwesenheit von dieser Dauer sei keine vorsätzliche Verletzung der Aufsichtspflicht. Dies hat das Amtsgericht Frankfurt in einem nun rechtskräftigen, aber schon 2021 ergangenen Urteil entschieden.

In dem konkreten Fall waren die Eltern eines zehn Jahre alten Schülers einer privaten Grund-, Haupt- und Realschule vor Gericht gezogen und hatten mindestens 2000 Euro Schmerzensgeld verlangt. Das Kind war während eines Wechsels des Klassenzimmers von mindestens einem Mitschüler getreten und geschlagen worden, die Lehrerin war währenddessen nicht anwesend. Bei dem Jungen stellte ein Arzt später ein stumpfes Bauchtrauma und multiple Prellungen fest. Die Eltern argumentierten, die Lehrerin habe, weil sie mehrere Minuten abwesend gewesen sei, ihre Aufsichts-, Fürsorge- und Treuepflicht verletzt.

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Autorenporträt / Lang, Anna-Sophia
Anna-Sophia Lang
Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.
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