FAZ plus ArtikelFlächenmangel in Frankfurt

Bodensozialismus hilft nicht

EIN KOMMENTAR Von Günter Murr
29.07.2022
, 11:14
Begehrt: Wohnungen in Frankfurt
In Frankfurt sind Grundstücke knapp und teuer. Grund und Boden zu kommunalisieren, wie es die SPD fordert, hilft aber nicht weiter.
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Frankfurt hat ein Flächenpro­blem. Genauer gesagt, fehlen vor allem der Stadt Grundstücke, mit der sie Entwicklungen vorantreiben kann: Schulen und Kitas bauen, bezahlbaren Wohnraum schaffen, Gewerbeflächen für expandierende Unternehmen be­reitstellen. Die Ursachen dafür liegen mehr als 25 Jahre zurück. In den neunziger Jahren verkaufte die Stadt im großen Stil Grundstücke, um den defizitären Haushalt zu sanieren. Damals dachte man, die Flächen entbehren zu können. Denn mit den Arealen der US-Streitkräfte wurden große Grundstücke für den Wohnungsbau frei.

Diese Vorräte sind längst er­schöpft. Wer in Frankfurt bauen will, findet nur ein sehr begrenztes Angebot. Hier gilt das marktwirtschaftliche Gesetz: Je knapper das Gut, desto höher die Preise. Wohnbaugrundstücke sind heute ungefähr doppelt so teuer wie vor zehn Jahren.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Murr, Günter
Günter Murr
Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.
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