FAZ plus ArtikelNicht nur Lebensmittel fehlen

Von allem zu wenig bei der Frankfurter Tafel

Von Carla Behnke
16.08.2022
, 10:43
Den Mangel verwalten: Mitarbeiter Norbert Nickel macht sich Notizen im zentralen Lager der Tafel Frankfurt.
Die Frankfurter Tafel schafft es kaum mehr, die Bedürftigen in der Stadt mit Essen zu versorgen. Das liegt jedoch nicht nur daran, dass es an Lebensmitteln mangelt.
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Es fehlt an allen Ecken und Enden. Zu wenig Essen, zu wenige Mitarbeiter, zu viele Menschen, die versorgt werden müssen. Die Probleme, mit denen die Frankfurter Tafel kämpft, sind seit Jahren dieselben, aber jetzt hat sich die Situation noch einmal verschärft. Das liege aber nicht an steigender Altersarmut oder der Inflation, sagt Rainer Häusler, ehrenamtlicher Vorsitzender der Frankfurter Tafel. Es liege vielmehr daran, dass die Tafel seit Beginn des Krieges in der Ukraine auch einige Tausend Flüchtlinge von dort versorgt, die nun in Frankfurt leben.

Die Lebensmittel werden ohnehin seit Jahren knapper. Supermärkte können ihre Bestellungen exakter planen, da sich genauer nachverfolgen lässt, wann wie viel verkauft wird. Damit bleibt am Abend weniger übrig – gut für die Geschäfte, schlecht für die Tafel. Aber selbst wenn doppelt so viele Lebensmittel zur Verfügung stünden: „Wir wüssten nicht, was wir damit machen sollten.“ Häusler zuckt etwas hilflos mit den Schultern. Denn auch Mitarbeiter fehlen. Fünfzehn sind es in jeder Ausgabestelle, alle ehrenamtlich, die meisten Rentner.

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