FAZ plus ArtikelFußball-Bundesliga

Bobic will die Eintracht vorzeitig verlassen

Von Peter Heß, Frankfurt
02.03.2021
, 19:16
Geld und gute Worte helfen nicht: Eintracht Frankfurts Baumeister Fredi Bobic will zur Berliner Hertha wechseln. Die Zeitbombe tickt jetzt laut. Der Klub reagiert irritiert.

Die Zeitbombe tickt seit Wochen bei der Frankfurter Eintracht, seit Montagabend hört ganz Fußball-Deutschland das Geräusch. Der Fernsehsender „Sky“ veröffentlichte die Nachricht, dass Fredi Bobic, Sportvorstand der Eintracht, um die Auflösung seines bis 2023 währenden Kontraktes gebeten habe. Schon im Dezember hatte Bobic seinem Arbeitgeber mitgeteilt, dass ihm ein Angebot von Hertha BSC vorliege – und dass es ihn reize. Was bei den Vorstandskollegen und im Aufsichtsrat erst Bestürzung und dann hektische Betriebsamkeit hervorrief. Denn der 49 Jahre alte Schwabe, Sohn einer Kroatin und eines Slowenen, ist der Baumeister des aufsehenerregendsten Sanierungsprojektes in der Fußball-Bundesliga.

Fast hätte Bobic 2016 seine Frankfurter Stelle in der zweiten Liga angetreten, ein Tor in der Relegation gegen Nürnberg verhinderte den Abstieg der Eintracht. 2021 klopfen die Frankfurter an das Tor zur Champions League, nach 23 Spieltagen belegt das Team von Trainer Adi Hütter Platz vier. Dazwischen liegen das Pokalfinale 2017, der Pokalsieg 2018, das Europa-League-Halbfinale 2019 und das Europa-League-Achtelfinale 2020. Die Erfolge basieren auf vielen guten Personalentscheidungen und einem herausragenden Arbeitsklima in der Führungsetage.

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Quelle: F.A.Z.
Peter Heß - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Peter Heß
Sportredakteur.
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