Festnahmen am Flughafen

Mutmaßlicher Mörder nach 29 Jahren gefasst

Aktualisiert am 15.09.2020
 - 11:26
Bei der Einreise verhaftet: Beamte der Bundespolizei schnappen einen mutmaßlichen Mörder nach 29 Jahren.
Ungewöhnliche Festnahme: Der Bundespolizei geht ein Mann ins Netz, der vor 29 Jahren einen Mann getötet haben soll. Er ahnte wohl nicht, dass sein Haftbefehl gespeichert war.

Fast 30 Jahre nach der Tat hat die Bundespolizei am Flughafen einen 59 Jahre alten mutmaßlichen Mörder festgenommen. Wie ein Sprecher mitteilte, wird dem montenegrinischen Staatsangehörigen vorgeworfen, im Jahr 1991 einen Mann in Duisburg erschlagen zu haben, um mit dessen Bankkarte 8000 Mark abzuheben. Als er am Wochenende aus der albanischen Hauptstadt Tirana nach Deutschland einreiste, hatte der Beschuldigte offenbar nicht damit gerechnet, dass der Haftbefehl gegen ihn noch im System gespeichert sei, so ein Sprecher.

Der Mann wurde unmittelbar nach Landung des Fluges festgenommen. Nach derzeitigen Erkenntnissen wollte er in die Vereinigten Staaten weiterreisen. Nun wurde er in Frankfurt dem Haftrichter vorgeführt.

Ebenfalls in Haft genommen wurde ein 64 Jahre alter Mann, dem gewerbs- und bandenmäßiger Betrug in mehrstelliger Millionenhöhe vorgeworfen wird. Der Beschuldigte wurde per Untersuchungshaftbefehl des Amtsgerichts Osnabrück gesucht und wurde nun aus dem Libanon ausgeliefert.

Festgenommen wurden zudem ein 61 Jahre alter Deutscher und ein 38 Jahre alter Staatsangehöriger des pazifischen Inselstaats Kiribati, wie die Bundespolizei am Dienstag weiter mitteilte. Dem Einundsechzigjährigen wird Steuerhinterziehung in Höhe von rund 720.000 Euro vorgeworfen. Er wurde ebenfalls dem Haftrichter vorgeführt. Der Tatverdächtige wurde nach Angaben der Bundespolizei wegen Verdachts eines sexuellen Übergriffs gesucht. Die Tat soll sich gegenüber einem Landsmann auf einem Tankschiff ereignet haben.

Quelle: isk.
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot