FAZ plus ArtikelBundestagswahl in Frankfurt

Die CDU in der Defensive

Von Martin Benninghoff
09.09.2021
, 10:10
In Gefahr: SPD und Grüne lassen es für die CDU in Frankfurt eng werden.
Die CDU befindet sich in Umfragen im Abwärtstrend, so auch in Frankfurt. In zwei Wahlkreisen drohen sie ihr Direktmandat zu verlieren. Noch ist aber alles offen.
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Die Frage, 18 Tage vor der Bundestagswahl gestellt, ist so simpel wie drastisch: Kann es die Union noch rausreißen? Die Umfragen sehen CDU und CSU mit ihrem Kanzlerkandidaten Armin Laschet in einem Abwärtstrend, während die Sozialdemokraten von der Beliebtheit ihres Spitzenmannes Olaf Scholz profitieren. Auch der Blick in die Wahlkreisprognosen verheißt für die erfolgsverwöhnte Union nichts Gutes, wie beispielsweise die Erststimmen-Prognose von Election.de zeigt: Demnach gilt im Frankfurter Wahlkreis 182 zurzeit der SPD-Kandidat Armand Zorn als Favorit für das Direktmandat, im Wahlkreis 183 der Grünen-Politiker Omid Nouripour.

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Solche Prognosen sind mit Vorsicht zu genießen, aber sie zeigen einen Trend. Und dieser Trend führt aktuell weg von der CDU, die beide Wahlkreise über viele Jahre gewinnen konnte. Das Direktmandat im Wahlkreis 182, im westlichen Teil Frankfurts, konnte seit 2009 Matthias Zimmer für die CDU erobern. Sein Nachfolger Axel Kaufmann wird es schwer haben, entgegen dem Bundestrend das Direktmandat wieder zu holen, obwohl seine Partei im Westend ihre Hochburg hat. Doch auch dort sind die Grünen und, in geringerem Maße, die FDP erstarkt, zuletzt bei der Kommunalwahl im März.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Benninghoff, Martin
Martin Benninghoff
Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.
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