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Großeinsatz in Frankfurt

Brand am Dachstuhl der Fachhochschule

Von Katharina Iskandar und Sascha Zoske
Aktualisiert am 25.03.2020
 - 19:29
Rauch breitet sich über dem Gebäude aus. Insgesamt waren rund 120 Einsatzkräfte an den Löscharbeiten beteiligt.
Beim Eintreffen der Feuerwehr war bereits eine dichte schwarze Rauchwolke über dem Gebäude der Fachhochschule zu sehen. Die Löscharbeiten hielten bis zum späten Abend an.

An der Frankfurt University of Applied Sciences ist am Mittwochnachmittag ein Großbrand ausgebrochen. Gegen 16.15 Uhr wurde gemeldet, dass es im Altbau der Fachhochschule brennt. Als die Feuerwehr eintraf, war bereits eine dichte schwarze Rauchwolke zu sehen, die sich innerhalb kurzer Zeit über das Nordend und angrenzende Stadtteile zog.

Nach ersten Erkenntnissen war eine Holzkonstruktion, die sich mit großen Mengen an Dämmmaterial auf dem Dach des Gebäudes befunden hat, in Brand geraten. Offenbar aufgrund von Bauarbeiten, die derzeit an dem Haus stattfinden. Die Ermittlungen zur Brandursache übernimmt nun die Polizei.

Die Feuerwehr hatte noch bis zum Abend Mühe, zum Brandherd vorzudringen. Sie versuchte zunächst, über das Treppenhaus das Dach zu erreichen, was jedoch nur bedingt möglich war. Schließlich entschieden sich die Einsatzkräfte, die Flammen von außen über eine Drehleiter zu löschen. Wie ein Sprecher sagte, müsse dafür eine spezielle Bohrung in die Holzkonstruktion vorgenommen werden, um dort das Wasser einzulassen.

Feuerwehr setzt Drohne ein

Im Laufe des frühen Abends orderte die Feuerwehr immer noch weitere Kräfte nach. Insgesamt waren rund 120 Feuerwehrmänner beteiligt. Weitere Versuche, doch noch von innen an den Brandherd zu gelangen, erwiesen sich weiterhin als kaum realisierbar, da die starke Hitze das gesamte Dach immer instabiler werden ließ. Schließlich wurde die Höhenrettung angefordert, um die Einsatzkräfte auf dem Dach entsprechend zu sichern. Um einen Überblick aus der Luft zu bekommen, setzt die Feuerwehr auch eine Drohne ein. Erst fünf Stunden nach dem Ausbruch des Feuers, gegen halb 11 am Abend, standen die Kräfte der Berufsfeuerwehr und mehrerer freiwilliger Feuerwehren kurz vor Abschluss der Löscharbeiten.

Verletzt wurde den Angaben zufolge niemand. Da der Betrieb wegen der Corona-Krise derzeit ruht, hielten sich laut einem Feuerwehrsprecher nur drei Personen in dem Gebäude auf, die nach draußen gebracht worden seien.

Vor der Fachhochschule am Nibelungenplatz versammelten sich Hunderte Schaulustige, sowohl Anwohner als auch Passanten. Viele hielten sich ihre Schals vor Nase und Mund – wohl weniger als Schutz vor dem Virus, sondern wegen des starken Rauchs. Der Alleenring blieb auf Höhe der Fachhochschule für den Verkehr gesperrt.

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Das Gebäude 9 der früheren Fachhochschule stammt aus der Gründerzeit. Es wird von den Fachbereichen Informatik und Ingenieurwissenschaften sowie Architektur, Bauingenieurwesen und Geomatik genutzt. Eigentlich hätte es abgerissen werden sollen, doch für einen Neubau gibt es derzeit kein Geld. Eine private Stiftung hatte im vergangenen Jahr einen Ideenwettbewerb ausgeschrieben, in dem Vorschläge für die Modernisierung des Altbaus gesammelt worden waren. Geplant war, Fassade und Innenräume zu renovieren.

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Iskandar, Katharina
Katharina Iskandar
Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.
Autorenporträt / Zoske, Sascha
Sascha Zoske
Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.
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