FAZ plus ArtikelErnst Gerhardt wird 100

Diener seiner Stadt Frankfurt

Von Martin Benninghoff und Matthias Trautsch
10.09.2021
, 09:58
Mit Überblick: Als Kämmerer schaut Ernst Gerhardt Mitte der achtziger Jahre vom Domturm aus über Frankfurt.
Kaum jemand hat die Frankfurter Kommunalpolitik so geprägt wie der CDU-Politiker Ernst Gerhardt. Als er geboren wurde, war der Erste Weltkrieg gerade erst vorbei, am Freitag wird er 100 Jahre alt.

Wer Ernst Gerhardt in seinem Reihenhaus nahe dem Günthersburgpark besucht, erlebt ihn hellwach, konzentriert und zum Plaudern aufgelegt. Vor ihm auf dem Tisch eine Tasse Tee, zwei Telefone und ein Stapel Zeitungen, die er, da die Tage im hohen Alter nicht so ausgefüllt sind wie früher, in Ruhe von vorne bis hinten durchlesen kann. An diesem Freitag dürfte die Zeit für die Lektüre allerdings doch knapp werden: Der Mann, der die Frankfurter Politik von den Sechzigern bis in die Neunzigerjahre geprägt hat wie kaum ein anderer, vollendet sein 100. Lebensjahr. Am Vormittag ehrt die Stadt ihn mit einem Empfang in der Paulskirche.

„Ich bin voller Dankbarkeit, dass ich diesen Tag erleben darf“, sagt Gerhardt. Wer wie er ein Jahrhundert erlebt hat, muss sich um seine Titel nicht mehr sorgen. Der Jubilar, der „Strippenzieher“ oder „Pate“ der Frankfurter CDU genannt wurde, hat der Stadt gedient und sie gestaltet: als Parteichef, als Dezernent und als Spiritus Rector der Kommunalpolitik. Er ist maßgeblich verantwortlich für Großprojekte, die ein Menschenleben überdauern.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Benninghoff, Martin
Martin Benninghoff
Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.
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Matthias Trautsch
Koordination Reportage Rhein-Main.
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