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Neue Studie zum Autoverkehr

Echt abgefahren

Von Tobias Rösmann
 - 14:55
Stoßverkehr: Eine Studie sieht die Lage für Autofahrer rund um Frankfurt positiv.

Wie objektiv die Studie „Städte für Autofahrer“ eines Online-Händlers für Kraftfahrzeugteile ist, muss jeder selbst beurteilen. Dass „Mister Auto“, so heißt der Händler, nicht mit aller Vehemenz den Radverkehr in Großstädten fördern will, liegt aber auf der Straße. Weil sich das Unternehmen nun allerdings die Mühe gemacht hat, Daten zum weltweiten Autoverkehr zu erheben und aufzubereiten, kann ein Blick in die Studie bestimmt nicht schaden. Oder wussten Sie, dass die Autofahrer in der mongolischen Hauptstadt Ulan Bator die aggressivsten auf der Welt sind? Und dass Autofahrer in Calgary die besten und in Bombay die schlechtesten Bedingungen vorfinden? In die Bewertung sind Aspekte zu Infrastruktur, Sicherheit und Kosten eingegangen, wie „Mister Auto“ wissen lässt.

Wer sich die Details zu Frankfurt ansieht, kommt ins Grübeln. Denn den Daten zufolge liegt die Großstadt am Main auf Platz 26 der 100 untersuchten Städte mit den besten Bedingungen für den Autoverkehr. „Mister Auto“ wird das sicher gefallen – gute Bedingungen gleich mehr Autos gleich mehr Kraftfahrzeugteile. Viele Frankfurter hingegen werden die gute Plazierung in dieser Liste eher bedauern. Schließlich müssten ihrer Ansicht nach weite Teile des motorisierten Individualverkehrs aus der Stadt verbannt werden, um die Luft zu verbessern und das Klima zu schützen. Die hitzige Diskussion um die einjährige Sperrung des nördlichen Mainufers für Autos zeigt das ziemlich eindrucksvoll.

Frankfurt ist eine von zehn deutschen Großstädten in der Liste. Aufgenommen wurden dem Online-Händler zufolge nur Kommunen, die zuverlässige und umfangreiche Daten zur Verfügung stellen konnten. Noch autofreundlicher als Frankfurt ist in Deutschland demnach Düsseldorf auf Platz acht, Dortmund auf Rang zehn, Essen auf Platz zwölf, Köln auf Position 16, Bremen auf 19, Stuttgart auf 24 und München auf 25. Hinter Frankfurt liegen Hamburg auf Platz 36 und Berlin auf Rang 52. Gründe für eine gute Plazierung sind laut „Mister Auto“ zum Beispiel eine geringe Verkehrsdichte, gut ausgebaute Straßen und günstige Benzinpreise. Aggressives Verhalten der Fahrer dagegen zieht eine Stadt nach unten, genauso wie hohe Kosten, wegen der Kraftfahrzeugsteuer beispielsweise. Weitere Details der Studie sind hier zu finden.

In Sydney kosten zwei Stunden Parken 35 Euro

Wer sich in Frankfurt über die gerade erst um ein Drittel erhöhten Parkgebühren in der Innenstadt ärgert, dem sei gesagt, dass Autofahrer in Sydney den Daten zufolge für zwei Stunden 35 Euro hinlegen müssen; in Bombay wiederum kostet das nur 40 Cent. Bei der Straßenqualität liegt Frankfurt nur auf Platz 63, bei den Unfällen mit tödlichem Ausgang je 100.000 Einwohner rangiert die Stadt auf Platz 52, ebenso bei der Luftqualität. Eine gute Punktzahl dagegen bekommt der öffentliche Nahverkehr am Main: Platz 20 von 100; vorne liegen New York und Singapur, am Ende finden sich Bogota und Karachi.

Sehr aggressiv sollen die Autofahrer in Frankfurt übrigens nicht sein: Rang 32 von 100, ein Platz im Mittelfeld. Wahrscheinlich hat „Mister Auto“ keine Radfahrer befragt.

Quelle: FAZ.NET
Autorenporträt / Rösmann, Tobias
Tobias Rösmann
Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.
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