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Erstmals Regeln für den Bau von Rechenzentren

Von Inga Janović
12.11.2021
, 16:45
Datenkühlschrank: Am alten Neckermann-Hauptsitz richtet Interxion ein weiteres großes Rechenzentrum ein
Datacenter-Betreiber bauen in Frankfurt ungebremst. Das Planungsdezernat hat nun ein Konzept für die künftige Ansiedlung von Rechenzentren erarbeitet. Damit werden noch längst nicht alle Fragen geklärt.
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Lesen dürfen es bisher nur einige wenige Stadtpolitiker, aber das Dezernat für Stadtplanung in Frankfurt hat sein Konzept zur Standortsteuerung für Rechenzentren fertiggestellt. Darin ist ausformuliert, was Planungsdezernent Mike Josef (SPD) mehrmals angekündigt hat: Die Stadt will die Ansiedlung der Datacenter auf bestimmte Gewerbegebiete beschränken. Wobei der neue Rahmenplan der boomenden Branche mehr Standorte aufzeigt als nur jene Gewerbegebiete, in denen sie heute schon Dutzende große Rechenzentren betreibt. Das ist im Gallus, im Ostend, in Griesheim, Sossenheim, Rödelheim, in Seckbach und in Fechenheim der Fall, dort sollen, sofern die Interessenten Grundstücke finden, auch weitere Datacenter entstehen dürfen.

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Als zumindest teilweise geeignete Standorte weist der Plan zusätzlich die drei Industrieparks in Griesheim, Höchst und Fechenheim aus. Auch auf dem nördlichen Teil des Firmengeländes der Samson AG im Ostend könnten nach deren Wegzug nach Offenbach Rechenzentren entstehen. Das Areal grenzt an das Datacenter-Cluster im Ostend. „In allen übrigen Gewerbegebieten wollen wir sie nicht“, sagt der Sprecher des Planungsdezernats.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Janovic, Inga
Inga Janović
Wirtschaftsredakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.
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