FAZ plus ArtikelEuropäische Schule

Die EZB bevorzugt die Mainwasen

Von Rainer Schulze und Daniel Meuren
24.09.2021
, 22:36
Im Fokus: Der Festplatz unterhalb der Eissporthalle ist für die Europäische Schule im Gespräch. Er wäre aber wohl nur groß genug für diesen Zweck, wenn auch einige Kleingärten (rechts im Bild) einbezogen würden.
Schausteller bangen, ob die Dippemess durch die Europäische Schule vom Festplatz verdrängt wird. Sie sind aber offen für Veränderungen. Für den Neubau favorisiert die EZB freilich weiter ein anderes Gelände.

Dass der Frankfurter Magistrat wie berichtet, untersuchen lässt, ob der Festplatz für den Neubau der Europäischen Schule geeignet wäre, sorgt bei den Schaustellern und Veranstaltern der Dippemess für Aufregung. Und auch in der Europäischen Zentralbank (EZB) wird die Nachricht mit Interesse vernommen: „Wir sind froh und dankbar, dass sich die Stadt bewegt. Alles, was zu einer zügigen Lösung führt, ist gut“, sagt der frühere Planungsdezernent Martin Wentz, der die EZB bei ihren Bemühungen unterstützt, die Bedingungen für die Schüler der Europäischen Schule zu verbessern. Er würde sich freuen, wenn die Stadt den Bund und die EZB bei der Suche beteiligen würde.

So lautet zumindest die offizielle Lesart. Klar ist inzwischen aber auch, dass die EZB ein anderes Wunschgelände hat: Sie bevorzugt einen Neubau der Schule auf den Mainwasen am Sachsenhäuser Flussufer. Dort könnte auf einer Sportanlage ein Neubau errichtet werden, sofern die Vereine auf ein neues Gelände in Oberrad umziehen würden und eine Straße verlegt würde. Die Vereine wären dazu durchaus bereit, doch die SPD – kurioserweise Wentz’ Partei – stellt sich quer. In der alten Koalition unterstützten CDU und Grüne hingegen den Plan, obwohl die Mainwasen im geschützten Grüngürtel liegen.

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