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Badia Ouahi kocht für Bedürftige

Von Alexander Jürgs
17.04.2021
, 11:47
Badia Ouahi ist als BEtreiberin des Cafés der Schirn Kunsthalle eine Gastronomin aus Leidenschaft. Sie hat sich in ihrem Leben durchkämpfen müssen. Auch deshalb hat sie ein besonderes Herz für Hilfsbedürftige.

Eine lebendige Frau, die durch ihr Restaurant streift, an der Bar stehen bleibt, um ein paar Worte zu wechseln, an den Tischen vorbeischaut, einen Gast umarmt, laut auflacht: So kennt man Badia Ouahi. Doch die Zeiten lassen das gerade nicht zu. Ein Virus und die Angst davor, schwer zu erkranken, machen das, was Gastlichkeit genannt wird, unmöglich. Und auch wenn Ouahi nun angefangen hat, Speisen zum Mitnehmen zu verkaufen, wenn man sich demnächst vielleicht wieder auf der Terrasse ihres Restaurants aufhalten darf, dann ist das nicht das Gleiche wie vor dem Beginn der Pandemie. Es fehlen die Atmosphäre, die Ausgelassenheit, das Ausschweifende.

In ihren Beruf ist Badia Ouahi hineingeschlittert, aber nicht durch Zufall. Denn das Essen und die Esskultur faszinieren sie schon lange. Als Jugendliche spart sie ihr Taschengeld, um sich beim Italiener einen Vorspeisenteller zu leisten. Später sind es Fisch in Salzkruste oder Spaghetti alle vongole, die es ihr angetan haben. Heute ist es vor allem die israelische Küche, die die Dreiundvierzigjährige inspiriert. Seit gut fünf Jahren betreibt sie das Café der Schirn Kunsthalle. Was bei ihr auf die Tische kommt, sagt Badia Ouahi, ist wie die Stadt, in der es entsteht: multikulturell, vielfältig, von allem etwas. Handkäs’ und Hummus.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Jürgs, Alexander
Alexander Jürgs
Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.
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