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Stefan Söhngen und der Draht zu Menschen

Von Matthias Trautsch
02.02.2021
, 16:25
Was macht ein Anzugträger auf einem Flohmarkt? Stefan Söhngen fasziniert nicht nur der Trödel, sondern die Begegnungen mit Menschen, die man sonst nicht kennenlernen würde. Der Politikwissenschaftler und Soziologe hat daraus einen Beruf gemacht.

Wer ihn zum ersten Mal trifft, der wird ihn vermutlich nicht für einen passionierten Flohmarktgänger halten. Der schwarze Anzug sitzt perfekt, das Hemd ist blütenweiß, auch zu weniger formellen Anlässen trägt er Krawatte. Aber Stefan Söhngen liebt Flohmärkte. Nicht diese Schickimicki-Antikmärkte mit herausgeputzten Schmuckstückchen, sondern die unaufgeräumten, schmuddeligen, wo das meiste auf den ersten Blick wie heruntergekommener Tand aussieht. Schon als Teenager hat er hier gestöbert und Entdeckungen gemacht.

Dabei ist es nicht nur der Trödel, der ihn an Flohmärkten fasziniert. Es sind die Begegnungen mit Menschen. Und besonders mit jenen, mit denen man nicht sowieso ständig zu tun hat, weil man den Beruf, das Milieu, die Ansichten teilt. In dieser Hinsicht war auch seine Zeit bei der Bundeswehr eine prägende Erfahrung für ihn. „Da lebst du ein Jahr auf engstem Raum mit Menschen zusammen, die du sonst nie kennengelernt hättest.“

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Trautsch, Matthias
Matthias Trautsch
Koordination Reportage Rhein-Main.
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